Interview: Beste Arbeitgeber Frauen 2025

In unserem Interview mit der caprimed GmbH – dem Unternehmen hinter der Marke Waxibox – sprechen wir darüber, was einen Arbeitsplatz besonders attraktiv für Frauen macht. Das Unternehmen teilt Einblicke in seine Unternehmenskultur, konkrete Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit und wie es gelingt, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden – insbesondere Frauen – wohl und wertgeschätzt fühlen.


Wawibox (caprimed GmbH)

Lisa Wiedemann, People Managerin

1. Warum ist Ihr Unternehmen ein ausgezeichneter Arbeitgeber für Frauen?

Die caprimed GmbH ist ein attraktiver Arbeitgeber für jede:n. Offenheit, Gleichberechtigung und echte Anerkennung sind fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Gerade für weibliche Mitwirkende ist Wawibox besonders anziehend, da die Arbeitszeiten sehr flexibel gestaltet werden können und darüber hinaus auch private Belange Berücksichtigung finden – soweit dies aus organisatorischer Sicht möglich ist. Das ist insbesondere für Mütter von großem Wert, aber auch für alle anderen Mitwirkenden relevant, die Beruf und Privatleben in Einklang bringen möchten.

Wenn wir intern bei unseren Kolleginnen nachfragen, was ihnen an der Arbeit bei Wawibox besonders wichtig ist, werden vor allem das wertschätzende Miteinander und die gelebte Flexibilität genannt. Auch die positive Teamdynamik, der herzliche Umgang und der Spaß bei der Arbeit spielen für viele eine zentrale Rolle. Darüber hinaus schätzen sie den Freiraum, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln – ein Wunsch, der unser Dreamteam insgesamt eint und den wir aktiv fördern.

Wawibox beschäftigt derzeit insgesamt 47 Mitwirkende, davon 25 Frauen, damit liegt der Anteil an weiblich besetzten Positionen bei 53%. Viele unserer Kolleginnen arbeiten in Teilzeit, was ihre gleichwertige Rolle im Unternehmen in keiner Weise schmälert. Im Gegenteil: Wir verstehen Flexibilität und vielfältige Arbeitsmodelle nicht als Ausnahme, sondern als Ausdruck moderner, lebensphasenorientierter Arbeitskultur.

2. Welche konkreten Programme hat Ihr Unternehmen umgesetzt, um die Aufstiegschancen von Frauen in Führungspositionen zu stärken?

Bei Wawibox gibt es kein spezielles Programm zur gezielten Besetzung von Führungspositionen mit weiblichen Mitwirkenden. Das wäre aus unserer Sicht das falsche Signal – denn unsere Kolleginnen sollen nicht den Eindruck gewinnen, sie hätten Führungsverantwortung nur aufgrund einer Fördermaßnahme verdient. Stattdessen setzen wir auf ein transparentes, potenzialorientiertes Vorgehen. Sobald eine Vakanz entsteht oder eine Position neu zu besetzen ist, verschaffen wir uns einen umfassenden Überblick über unsere internen Talente – geschlechtsneutral und auf Augenhöhe. Wir führen Gespräche, die nicht nur auf fachliche Eignung, sondern auch auf gegenseitige Erwartungen und Passung abzielen. Dabei ist uns wichtig: Eine Führungsrolle muss zur Person passen – nicht “nur” umgekehrt. Ein erfolgreich umgesetztes Praxisbeispiel bei Wawibox ist das Modell des Tandem Leadership im Marketing. Wir waren davon überzeugt, dass zwei unserer Marketing Mitwirkenden das Potential, eine Führungsrolle zu übernehmen, aufzeigen. Da beide in Teilzeit arbeiten, haben wir ein Tandem Leadership-Modell entwickelt, welches deren individuellen Stärken berücksichtigt und gleichzeitig die Anforderungen an die Führungsrolle erfüllt. Heute leiten sie gemeinsam als Co-Lead Marketing – Brand & Acquisition und Co-Lead Marketing – E-Commerce & Produkt den Bereich Marketing. Die Aufgabenteilung erfolgt nach fachlichen Schwerpunkten und Entscheidungen treffen sie nach engem Austausch. Dieses Modell funktioniert hervorragend im Arbeitsalltag und zeigt, wie flexible Führungsstrukturen erfolgreich gelebt werden können. Zitat einer Mitwirkenden aus dem Marketing Team zum Co-Lead Modell ihrer beiden Vorgesetzten: Ich finde das Format super. Unsere beiden Team-Leads ergänzen sich optimal in ihren Stärken. Auch die Abstimmung der beiden untereinander funktioniert prima, sodass wir als Team immer strukturiert arbeiten können. Generell denke ich, dass man mit zwei Köpfen meist auf bessere und kreativere Ergebnisse kommt als alleine. Ich bin super happy, dass meine Vorgesetzten im Co-Lead-Format arbeiten und ich könnte es mir nicht mehr anders vorstellen.

3. Wie gestaltet Ihr Unternehmen den Wiedereinstieg von Frauen nach der Elternzeit?

Mitarbeitende in Elternzeit bleiben bei uns ein aktiver Teil des Teams. Wir pflegen auch während der Auszeit den Kontakt – etwa durch Einladungen zu Firmenfeiern, informellen Get-Togethers oder auch durch den Austausch mit den jeweiligen Teamleads. Unsere Erfahrung zeigt: Dieser wertschätzende Umgang schafft Vertrauen und erleichtert die Rückkehr ins Arbeitsleben. Wenn das Ende der Elternzeit näher rückt, führen die jeweiligen Teamleads frühzeitig Gespräche mit den Mitwirkenden. Dabei geht es um eine individuelle Abstimmung zu Arbeitszeit, Aufgabenbereich und Vergütung – immer im Abgleich mit dem aktuellen Bedarf im Team sowie den Wünschen und Rahmenbedingungen der Rückkehrer:innen. In unseren zweiwöchentlichen All-Hands-Meetings informieren wir transparent über teamübergreifende Entwicklungen wie Neueinstellungen, Austritte oder Rückkehrer:innen. So bleiben alle im Unternehmen auf dem neuesten Stand und spüren, dass jede Person zum großen Ganzen gehört – unabhängig von der aktuellen Lebensphase.

4. Wie geht Ihr Unternehmen mit unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias) im Recruiting und bei Beförderungen um?

Im Recruiting verfolgen wir eine offene und chancenorientierte Haltung: Lieber führen wir ein Interview mehr als eines zu wenig. Deshalb laden wir grundsätzlich alle Talente zu einem ersten Kennenlernen ein, bei denen die fachliche Erfahrung und die Rahmenbedingungen zur ausgeschriebenen Position passen. Aspekte wie Bewerbungsfoto, Alter oder ähnliche biographische Angaben spielen für uns dabei keine Rolle.
Wir haben bereits mehrfach erlebt, dass uns Kandidat:innen im persönlichen Gespräch positiv überrascht haben – auch dann, wenn ihr Lebenslauf nicht vollständig mit dem Anforderungsprofil übereinstimmte. Sollte nach einem Online- und Vor-Ort-Interview noch Unsicherheit über eine mögliche Zusammenarbeit bestehen, bieten wir im Einzelfall Probearbeitstage an. So können beide Seiten ein fundiertes Gefühl für die Arbeitsweise, die Teamdynamik und die Passung entwickeln. Das schafft eine informierte, emotional abgesicherte Entscheidungsgrundlage.
Im Bereich der Beförderungen spiegelt sich unsere Unternehmensstruktur wider: Da unser Team zu über 50 % aus Frauen besteht, ist auch der Pool interner Kandidatinnen entsprechend groß. Dennoch sind derzeit “nur” 2 von 7 Führungspositionen weiblich besetzt. Dabei ist uns wichtig zu betonen: Unsere männlichen Führungskräfte zeichnen sich durch ein hohes Maß an Empathie, Offenheit und Kommunikationsstärke aus. Sie führen mit Verständnis für unterschiedliche Lebenssituationen und schaffen dadurch ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle Mitwirkenden respektiert und ernst genommen fühlen.
Unser Ziel ist eine durchgängig faire, geschlechtsneutrale Führungskultur – und die Ergebnisse unserer regelmäßigen Teilnahme an der „Great Place To Work® “-Umfrage bestätigen das: Im Rahmen der vier Jahre erreichten wir bei der Frage nach der fairen Behandlung unabhängig vom Geschlecht einen Durchschnittswert von 96 %.

5. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen zur Förderung der Frauengesundheit etabliert?

Gesundheit und Wohlbefinden sollten in jedem Unternehmen einen festen Platz finden – für alle Mitwirkenden. Wir sind überzeugt: Nur in einem Arbeitsumfeld, das Sicherheit, Respekt und Unterstützung bietet, können Menschen ihr volles Potenzial entfalten – unabhängig von Geschlecht oder Lebenssituation. Dabei sind wir uns bewusst, dass insbesondere Frauen im Berufsleben mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert sein können – ob gesundheitlicher, mentaler oder familiärer Art. Unsere Unternehmenskultur basiert auf Vertrauen und einem klaren Menschenfokus. Diese Werte werden von unseren Führungskräften aktiv gelebt – durch aufmerksames Zuhören, ernst gemeintes Interesse an individuellen Bedürfnissen sowie durch Flexibilität und Unterstützung, wo immer es möglich ist. Seit einigen Jahren organisieren wir einmal jährlich eine Gesundheitswoche mit wechselnden Schwerpunkten und vielfältigen Angeboten, wie Vorträgen von Krankenkassen, Gesundheits-Checks und Team-Challenges, die zum Mitmachen einladen. Unsere Erfahrung zeigt, dass vor allem unsere weiblichen Mitwirkenden diese Angebote besonders aktiv wahrnehmen. Darüber hinaus bieten wir unserem Dreamteam die Nutzung der Work-Life-Portal-App (WLP) an. Sie unterstützt nicht nur in den Bereichen Bewegung und Ernährung – etwa durch sportliche Videoinhalte oder gesunde Rezepte –, sondern integriert auch Themen wie Achtsamkeit, persönliche Weiterentwicklung und Entspannung in den Alltag. Auch hier sehen wir, dass das Angebot überwiegend von Frauen genutzt wird. Darüber hinaus gibt es noch Freizeitaktivitäten, die von unseren Mitwirkenden selbst angeboten werden, z.B. ein Lauftreff oder seit neuestem auch Yoga Sessions. Diese Angebote fördern nicht nur die Teambindung, sondern schaffen für die anleitenden “Trainer” auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Wawibox als Arbeitgeber freut sich über aktive und gesunde Mitwirkenden. Für alle eine Win-Win-Win Situation! Zitat einer Mitwirkenden zum Thema Frauengesundheit: Ich finde es super, dass es bei Wawibox jedes Jahr eine Gesundheitswoche mit spannenden Vorträgen, Gesundheitstests und gemeinsamen Workouts gibt. Dieses Jahr 2025 durfte ich sogar als angehende Yogalehrerin erstmals eine Yogastunde im Rahmen der Woche anleiten. Das Feedback war so positiv, dass ich mich riesig freue, jetzt regelmäßig Yoga Sessions in der Mittagspause anbieten zu dürfen – für alle, die teilnehmen möchten. Ich finde es großartig, wie sehr Gesundheit und Wohlbefinden bei Wawibox gefördert werden – und dass ich dazu beitragen darf.

Über Wawibox (caprimed GmbH)

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