Interview: Beste Arbeitgeber Frauen 2025
Was macht einen Arbeitsplatz besonders attraktiv für Frauen? In unserem Interview mit der K&S Seniorendienste GmbH sprechen wir über Gleichberechtigung, Karrierechancen und familienfreundliche Strukturen. Das Unternehmen zeigt, wie gelebte Werte und eine unterstützende Unternehmenskultur Frauen im Berufsleben stärken – ein inspirierender Einblick in einen ausgezeichneten Arbeitsplatz.
1. Warum ist Ihr Unternehmen ein ausgezeichneter Arbeitgeber für Frauen?
Der Pflegeberuf ist schon Jahrhunderte lang ein „Frauenberuf“ da die Frauen viel Empathie und Hingabe für die Bewohner haben.
Wir sehen die Frauen nicht als Mütter und Großmütter sondern als vollwertige Mitarbeiterinnen. Alle Mitarbeiterinnen sind bei uns gleichgestellt.
Der überwiegende Teil der Führungskräfte sind Frauen und sind Familien mit Kleinkindern. Wir passen dementsprechend die Arbeitszeiten so an, dass die Kinderbetreuung vollumfänglich gegeben ist.
Sollte mal die KITA oder Schule ausfallen, ist es für uns kein Problem, dass die Mitarbeiterinnen ihre Kinder mitbringen und sie in den Beruf der Mama schnuppern können.
Bei Festlichkeiten, wie das Sommerfest oder Hausgeburtstag sind die Kinder der Mitarbeiterinnen immer herzlich willkommen, um den Müttern die Chance zugeben teilzunehmen.
Wir helfen aktiv dabei mit, Mutter-Kind-Kuren zu ermöglichen und planen die Kur in den Dienstplan mit ein, so dass die Mitarbeiterinnen keinen Druck, des Ausfallens verspüren.
Auch bei kurzfristigen Meldungen der KITA’s und Schulen, wie z.B. „Mein Kind hat sich beim toben verletzt“ finden wir schnell eine individuelle Lösung und die Mütter können sich um ihr Kind kümmern.
Die Möglichkeit bei uns im Haus besteht, dass die Mitarbeiterinnen einen „KX-Tag“- Krankmeldung ohne AU- Schein- nehmen können, um Ausfälle innerhalb der Familie abzudecken, so dass das Kind eine familiäre Betreuung innerhalb der Erkrankung erhält.
Die Jahresurlaubsplanung wird immer so berücksichtigt, dass alle Mitarbeiterinnen mit schulpflichtigen Kindern innerhalb der Ferienzeit Urlaub nehmen können. (Gleichberechtigung/ faire Urlaubsplanung)
2. Welche konkreten Programme hat Ihr Unternehmen umgesetzt, um die Aufstiegschancen von Frauen in Führungspositionen zu stärken?
Individuelle Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten durch Inhouse- Schulungen mit internen und externen Dozenten.
Über die Hälfte unserer Führungskräfte innerhalb des Hauses sind Frauen. Weiterhin sind über die Hälfte der zusätzlich qualifizierten Mitarbeiter/innen Frauen.
Individuelle Arbeitsplatzgestaltung und flexible Dienstzeiten passend zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
3. Wie gestaltet Ihr Unternehmen den Wiedereinstieg von Frauen nach der Elternzeit?
Uns ist der Kontakt zu den werdenden Müttern schon sehr wichtig, wir setzen uns gleich nach Bekanntgabe der Schwangerschaft zusammen und suchen gemeinsam Ideen, wie wir die Schwangere Mitarbeiterin noch einbinden können. In Pflegeeinrichtung, wie wir sie sind, ist das immer nicht ganz einfach. Sobald die Schwangere aber mitbekommt, dass ihr die Arbeit zu viel ist, wird zu nichts gezwungen, sondern geht in das Beschäftigungsverbot, da uns die Gesundheit der werdenden Mutter und ihrem Baby sehr wichtig ist. Während der gesamten Schwangerschaft sind wir im ständigen Austausch und möchten über die Fortschritte der kleinen Familie immer „up to date“ sein. Wenn die frisch gebackene Mama und ihr Baby soweit sind, freuen wir uns auf einen ersten Besuch der kleinen Familie. Es wird für ein Willkommensgeschenk im gesamten Haus Geld gesammelt und gemeinsam der kleinen Familie übergeben.
Auch in der Elternzeit ist uns der Kontakt zu den Mitarbeiterinnen sehr wichtig und laden diese zu allen Festivitäten im Haus ein. Zum Ende der Elternzeit fragen wir die Mitarbeiterinnen, wie sie es sich wünschen, weiter bei uns tätig sein zu wollen und bieten verschiedenste Möglichkeiten an. Anpassung der Arbeitszeiten an die Öffnung und Schließung der KITA’s, sowie Berücksichtigung der Dienstzeiten des zweiten Elternteils. Wir stehen für eine offene Kommunikationskultur innerhalb des Teams, da wir möchten, dass jede/r über neue Strukturen informiert sind, wie z.B. bei wiedereinsteigenden Müttern werden Dienstplanindividualitäten noch mehr berücksichtigt, als ohne hin schon.
4. Wie geht Ihr Unternehmen mit unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias) im Recruiting und bei Beförderungen um?
Bei uns in der Einrichtung gibt es generell keine Vorurteile, wir möchten uns nicht verschließen vor Geschlecht, Alter, Religion, etc. Wir sehen den Menschen der vor uns steht und den wir ganz individuell betrachten. Wir geben jedem die Chance sich bei uns zu bewerben, bei guten beruflichen Voraussetzungen ein Vorstellungsgespräch zu führen und nach Einstellung sich bei uns weiterzubilden und zu entwickeln.
Die Mitarbeiterinnen haben jedes Jahr aufs Neue die Möglichkeit Fortbildungswünsche anzugeben und wir versuchen diese zu ermöglichen. Ein Beispiel ist eine Kollegin, die auf geringfügiger Basis bei uns als Servicekraft angefangen hat, wir haben in ihr mehr Potenzial gesehen. Sie wurde nach der Probezeit dann direkt mit in die Pflege eingesetzt, ist auch höher mit den Stunden gegangen und hat mehr Verantwortung erhalten. Trotz der neuen Belastungen und Schulpflichtigen Kindern zuhause, ist sie seit September in der Ausbildung zur Altenpflegerin. An diesem Beispiel erkennt man, wie wir die Frauen bei uns fördern und fordern.
5. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen zur Förderung der Frauengesundheit etabliert?
Die Mitarbeiterinnen haben die Möglichkeit innerhalb der Dienste zu Fachärztin und mögliche notwenige Behandlungen zu gehen
Die Kooperationsärzte unserer Bewohner bieten unseren Mitarbeiterinnen auch einen schnellen und flexiblen Termin für folgende Bereiche: Dermatologe, HNO- Arzt, Internisten.
Zu der Förderung der Gesundheit bieten wir unseren Mitarbeiterinnen an, dass konventionelle Therapien, wie die Physiotherapie innerhalb der Dienstzeit realisiert werden können.
Über K&S Seniorenresidenz Schwerin
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