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Das Great Place to Work® Kultur Audit kann hier wichtige Informationen liefern, da es jedes Jahr von 300 Unternehmen, die sich um eine Auszeichnung als sehr guter Arbeitgeber bewerben, durchlaufen wird. Natürlich sind entsprechende Daten nicht repräsentativ für alle Unternehmen in Deutschland. Die Daten zeigen jedoch, wie Unternehmen, die eine gute oder sogar sehr gute Arbeitsplatzkultur schaffen (wollen), mit dem Thema Zeiterfassung umgehen.
Im Einzelnen:
Zum einen zeigen die Ergebnisse, dass das Argument des zusätzlichen Aufwands durch Zeiterfassung nicht von der Hand zu weisen ist: Sehr viele, vor allem kleinere Unternehmen werden sich mit diesem Thema befassen müssen, wenn der Richterspruch wirksam wird. Die Ergebnisse zeigen zum anderen aber auch, dass im Thema Zeiterfassung eine Chance für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur liegen kann. Eine Rückkehr der Stechuhrmentalität ist bei einer Einführung offenkundig nicht zu befürchten. Vielmehr kann eine Arbeitszeiterfassung auch Vertrauen stärken, dass es ein Unternehmen mit dem Thema Life-Balance wirklich ernst meint. Der fortschreitenden Flexibilisierung von Arbeitszeiten und -ort steht auch durch eine Zeiterfassung nichts im Wege. Darüber hinaus haben Informationen aus einer Zeiterfassung durchaus Relevanz für die betriebliche Gesundheitsförderung im Sinne eine Prävention von psychischen Beanspruchungen.
Schließlich: Die Frage, ob Unternehmer als „Lohn- und Zeitdiebe“ gesehen werden, hängt offenkundig nicht daran, ob Zeiterfassungssysteme vorhanden sind oder nicht. Vielen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Ländern – das zeigen die Daten von Great Place to Work® – gelingt es seit Jahrzehnten, eine Arbeitsplatzkultur zu schaffen, in der Mitarbeitende gerne zur Arbeit kommen und, wenn es notwendig ist, die sprichwörtliche „Extra-Meile“ gehen. Das hängt dann aber in erster Linie vom Führungsverhalten, vom Teamgeist in der Organisation oder davon ab, dass Mitarbeitende einer Tätigkeit nachgehen können, in der sie einen Sinn sehen und wo ihre Stärken zur Geltung kommen. In so einer Kultur wird eine möglichst unbürokratische Zeiterfassung nicht stören oder zu Verhaltensänderungen seitens der Mitarbeitenden führen. Im Gegenteil: Eine Dokumentation von Arbeitszeiten sollte Ausdruck einer fürsorglichen Haltung von Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitenden sein. Und die Leistung der Mitarbeitenden sollte selbstverständlich nicht daran gemessen werden, wie viele Stunden eine Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter mit Arbeit verbringt, sondern welche Ergebnisse sie bzw. er erzielt.
Weil eine faire Vergütung das Vertrauen stärkt, die Mitarbeitermotivation steigert und die Mitarbeiterbindung fördert.
Fehlende Transparenz, intransparente Lohnsysteme und unklare Kriterien für Gehaltsfestsetzungen führen oft zu Ungerechtigkeit.
Eine als fair empfundene Bezahlung erhöht das Engagement und verringert die Fluktuation, da Mitarbeitende sich wertgeschätzt fühlen.
Neben strukturellen Unterschieden spielen auch unbewusste Vorurteile, fehlende transparente Gehaltsstrukturen und mangelnde Gehaltsverhandlungen eine Rolle.
Durch die Schaffung einer gerechten Bezahlungskultur werden Mitarbeiter gebunden und die Arbeitgebermarke wird gestärkt, was zu einer höheren Attraktivität führt.
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