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Ein Gespräch zwischen Frank Hauser, CEO von Great Place To Work® Deutschland, und Florian Marquardt, Global Head of HR bei Merz Therapeutics, im Rahmen eines Austauschforums vor der Gala „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2026“ im März 2026 in der Kölner Flora liefert spannende Einblicke in die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens, das 2026 erstmals als „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ ausgezeichnet wurde. Doch was steckt hinter diesem Erfolg? Welche Rolle spielen wirtschaftliche Entwicklung, Unternehmenskultur und moderne Führungsansätze wie Radical Candor?
Für Merz Therapeutics markiert die erstmalige Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands einen bedeutenden Meilenstein. Sie ist nicht nur Anerkennung für die bisherige Arbeit, sondern auch Bestätigung eines konsequent verfolgten Weges: den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Besonders bemerkenswert ist, dass das Unternehmen erst vor zweieinhalb Jahren erstmalig eine Great Place To Work® Befragung durchgeführt hat – und seitdem eine beeindruckende Entwicklung hingelegt hat. Kennzahlen wie der Trust Index© und die Gesamtzufriedenheit der Mitarbeitenden konnten deutlich gesteigert werden. Das zeigt: Arbeit an der Unternehmenskultur ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis gezielter Maßnahmen.
Ein zentraler Erfolgsfaktor von Merz Therapeutics liegt in der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung. In den letzten Jahren hat das Unternehmen ein starkes Wachstum erlebt:
Doch entscheidend ist: Dieses Wachstum erfolgt nicht auf Kosten der Kultur – im Gegenteil. Weiterentwicklung der Kultur und die ambitionierten Wachstumsziele bedingen sich gegenseitig.
Was Merz Therapeutics besonders auszeichnet, ist die gelebte Unternehmenskultur – und die wird im Gespräch wie auch in den Daten greifbar.
Mitarbeitende berichten, dass sie im Vergleich zu anderen Unternehmen „noch nie einen solchen Zusammenhalt erlebt haben“ und „aufrichtig gerne zur Arbeit gehen“. Gleichzeitig wird betont, dass Führungskräfte sich aktiv für die Weiterentwicklung ihrer Teams interessieren und individuelle Förderung ernst nehmen.
Ein weiteres, besonders starkes Signal für die Kultur:
Neue Mitarbeitende berichten, dass sie kaum unterscheiden können, wer neu im Unternehmen ist und wer schon viele Jahre dazugehört.
Gerade dieses Gefühl ist ein klares Zeichen dafür, dass die Unternehmenskultur von allen gelebt wird – unabhängig von Zugehörigkeit, Erfahrung oder Hierarchie.
Auch konkrete Beispiele aus dem Gespräch machen die Kultur greifbar:
Die wirtschaftliche Entwicklung wird bewusst mit einem klaren Ziel verbunden: bessere Behandlungsergebnisse für Menschen weltweit. Dieses gemeinsame Ziel schafft Orientierung, stärkt das Engagement und verbindet Mitarbeitende über Ländergrenzen hinweg.
Diese kulturellen Eindrücke werden durch die Ergebnisse der Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung für Merz Therapeutics in Deutschland eindrucksvoll bestätigt:
Gerade das Thema „Feiern von Erfolgen“ zeigt, wie gezielte kulturelle Initiativen messbar Wirkung entfalten. Was im Gespräch als bewusste Entwicklung beschrieben wird, spiegelt sich klar in den Ergebnissen wider.
Ein besonders spannender Bestandteil der Unternehmenskultur ist die Einführung des Konzepts Radical Candor – bei Merz Therapeutics bewusst umbenannt in „Compassionate Candor“.
Die Idee dahinter:
Klare, direkte Kommunikation – kombiniert mit echtem Respekt und persönlichem Interesse.
Wie in vielen erfolgreichen Unternehmen bestand auch hier die Herausforderung darin, dass Mitarbeitende sehr wertschätzend miteinander umgehen – kritisches Feedback jedoch nicht immer offen ausgesprochen wurde.
Die Lösung:
Der Wandel begann bewusst an der Spitze des Unternehmens: Führungskräfte reflektierten ihr eigenes Verhalten, gaben sich gegenseitig Feedback und schufen so die Grundlage für eine neue Offenheit im gesamten Unternehmen.
Die Wirkung ist messbar:
Aussagen, aus der Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung, bei denen es um das Ansprechen und konstruktive Lösen von Konflikten sowie um Feedbackkultur und das Einbinden in Entscheidungen geht, konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden – mit Steigerungen von rund 15%-Punkten – teilweise auch mehr.
Gleichzeitig spiegeln hohe Zustimmungswerte in Themen wie Vertrauen, Zusammenarbeit und Stolz wieder, dass diese Offenheit nicht zu Spannungen führt – sondern den Zusammenhalt weiter stärkt.
Das Beispiel Merz Therapeutics zeigt eindrucksvoll, dass wirtschaftlicher Erfolg und eine starke Unternehmenskultur kein Widerspruch sind – sondern sich gegenseitig verstärken.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Überblick:
Die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ist daher kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Haltung:
Erfolg beginnt mit Vertrauen, Offenheit und echter Zusammenarbeit.
Eine gute Unternehmenskultur basiert auf Vertrauen, dazu gehören Glaubwürdigkeit, Respekt und Fairness im Verhalten von Führungskräften, eine hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit und ihrem Unternehmen sowie ein starker Teamgeist. Diese Faktoren stärken Motivation und Engagement nachhaltig, wenn sie von allen Mitarbeitenden unabhängig von Position, Geschlecht, Alter oder Herkunft erlebt werden.
Die Auszeichnung steht für eine besonders vertrauensbasierte, mitarbeiterorientierte Arbeitsplatzkultur, die durch vertrauliche, nach wissenschaftlichen Standards konzipierte Befragungen der Mitarbeitenden sowie einer Evaluation der Maßnahmen und Programme in der Personalarbeit ermittelt wird. Sie ist wichtig, weil sie glaubwürdig Arbeitgeberattraktivität sichtbar macht und Orientierung für Talente, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit bietet.
Die Auswahl erfolgt vor allem auf Basis einer standardisierten und vertraulichen Mitarbeitendenbefragung zu Themen wie Vertrauen, Führung, Gerechtigkeit, Stolz und Teamgeist. Die Mitarbeiterbefragung basiert auf dem Great Place To Work® Modell und wurde nach wissenschaftlichen Standards konzipiert. Ergänzend werden Maßnahmen und Programme zur Gestaltung von Unternehmenskultur bewertet, um sicherzustellen, dass Kultur und Maßnahmen nachhaltig und ganzheitlich funktionieren.
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