Gelebte Werte statt leere Worte: So steigern Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität für Young Talents

Arbeitgeberattraktivität für Young Talents steigern

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Felix Diehl

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Wenn alle mit gemeinsamen Werten in die gleiche Richtung gehen, werden Unternehmen zu besseren Arbeitsplätzen – besonders für Young Talents. Jungen Fachkräften sind die Unternehmenswerte und die gesellschaftliche Verantwortung in einer Organisation besonders wichtig.

Eine aktuelle Studie stellt fest, dass sie vor allem durch den Wunsch motiviert sind, etwas zu bewegen. Als eine der wichtigsten Motivationsquellen wird das Eintreten für Dinge, an die man glaubt, mit 65 % Zustimmung genannt.

Das ist mehr als nur eine Wohlfühlgeschichte. 69 % der Young Talents von Deutschlands Besten Arbeitgebern 2026 geben an, dass ihre Arbeit eine besondere Bedeutung hat, im Vergleich zum Durchschnitt von 58 % bei einer Erhebung der European Workforce Study.

Kulturelle Übereinstimmung mit Ihren jungen Mitarbeitenden entsteht nicht zufällig und kann nicht durch unternehmensweite E-Mails oder Motivationsposter erzwungen werden. Es erfordert eine bewusste Bewertung der aktuellen Situation, das Erkennen von Lücken und deren systematische Schließung.

Kulturelle Übereinstimmung verstehen: Die Grundlage für einen florierenden Arbeitsplatz

Stellen Sie sich eine Fußballmannschaft vor, in der sich niemand darüber einig ist, wie man gewinnt. Die Spieler halten den Ball für sich, die Verteidigung spielt nicht geschlossen und niemand kommuniziert miteinander. Das ist ein Arbeitsplatz ohne kulturelle Ausrichtung. 

Stellen Sie sich nun dasselbe Team vor, in welchem jeder den Spielplan kennt und jeder seinen Teamkollegen vertraut. Sie passen sich den Ball zu, arbeiten zusammen und lesen die Bewegungen der anderen. Das ist kulturelle Ausrichtung in Aktion. 

Kulturelle Ausrichtung bedeutet, dass alle in ihrem Unternehmen denselben Zielen verpflichtet sind und dieselben Werte teilen. Das ist für Young Talents besonders wichtig, denen es hier um das „Warum?“ geht. Sie wollen Teil einer Mission sein, an die sie glauben. 

Wenn eine Belegschaft kulturell aufeinander abgestimmt ist, arbeiten die Mitarbeitenden als Team und erzielen bessere Ergebnisse. Hier sind 5 Schritte, wie sie die korrekte Ausrichtung Ihrer Unternehmenswerte systematisch erfassen und nachhaltig verbessern. 

Schritt 1: Definieren und kommunizieren Sie Ihre Grundwerte

Was ist der Zweck Ihres Unternehmens? Welche Prinzipien leiten Ihr tägliches Handeln? Wie fühlen sich Ihre Mitarbeitenden in Ihrem Unternehmen und wie möchten Sie, dass sie sich fühlen? 

Diese Fragen sollten Sie sich stellen, aber versuchen Sie nicht, Ihre Unternehmenswerte zu diktieren. Young Talents wollen mitgestalten – der entscheidende erste Schritt ist daher Partizipation. Binden Sie auch Ihre jungen Mitarbeitenden aktiv in die Gestaltung Ihrer Wertekultur ein und fragen Sie, welche Prinzipien für sie entscheidend sind. 

Schritt 2: Bewerten Sie die aktuelle kulturelle Ausrichtung

Wenn Ihre Werte der Nordstern Ihres Unternehmens sind, dann sind Instrumente wie MitarbeiterbefragungenFokusgruppen und Einzelgespräche der Kompass, der Ihnen den Weg dorthin weist. 

Durch das Einholen von Mitarbeiterfeedback können Sie nicht nur feststellen, ob Ihre Belegschaft, insbesondere Ihre jungen Talente, Ihre Werte überhaupt kennt und mit ihnen übereinstimmt. Möglicherweise identifizieren die Mitarbeitenden neue Werte, die beim Team mehr Anklang finden. Das Mitarbeiterbefragungstool von Great Place To Work® kann Ihnen dabei helfen, diese tieferen Werte zu identifizieren und detaillierte Daten zur Mitarbeitererfahrung abzurufen. 

Zeigen Sie jetzt den jungen Talenten auf dem Arbeitsmarkt, dass Ihr Unternehmen genau diese Werte lebt. Mit der Auszeichnung „Beste Arbeitgeber Young Talents“ signalisieren Sie sofort, dass junge Menschen bei Ihnen den gesuchten Sinn finden und Zukunft gestalten können. Senden Sie dieses entscheidende Signal an die Talente von morgen und nehmen Sie noch bis zum 30.04.2026 am Wettbewerb teil. 

Schritt 3: Identifizieren Sie Lücken und Chancen

Sobald Sie die Daten haben, analysieren Sie die Ergebnisse, um etwaige Diskrepanzen zu identifizieren. Achten Sie auf mögliche Abweichungen zwischen der Wahrnehmung Ihrer Führungskräfte und der Ihrer jungen Fachkräfte. Wenn gerade diese Gruppe angibt, dass „die Führungskräfte das eine sagen, aber das andere tun”, haben Sie eine Schwachstelle in Ihrem Fundament und somit eine rote Flagge für Ihre Mitarbeiterbindung gefunden. 

Für Young Talents ist konsequente Transparenz unabdingbar. Versuchen Sie nicht, kulturelle Probleme hinter verschlossenen Türen zu lösen. Auch wenn es unangenehm sein mag zuzugeben, dass Ihre Kultur nicht perfekt ist, schafft Transparenz Vertrauen. 

Hier sind einige Tipps, wie Sie die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung teilen können: 

  • Die Geschäftsführung sollte sich bei den Mitarbeitenden für ihre Teilnahme bedanken und die Ergebnisse unternehmensweit bekannt geben. 
  • Bitten Sie die Führungskräfte, das Feedback mit ihren Teams zu besprechen und Handlungsmaßnahmen auf Abteilungsebene zu erstellen. 
  • Legen Sie klare nächste Schritte fest, wie und wann die Probleme angegangen werden sollen. 

Schritt 4: Entwickeln und implementieren Sie Strategien zur Angleichung der Wertekultur

Es reicht nicht aus, nur über die Kulturdaten zu verfügen – Sie müssen nun auch entsprechend handeln. 

Wenn Ihre Unternehmenskultur nicht aufeinander abgestimmt ist, sollten Sie daran arbeiten, sie neu auszurichten. Selbst wenn Ihre Unternehmenskultur bereits sehr stark ist, sollten Sie nach Möglichkeiten suchen, sie noch weiter zu verbessern, da Stillstand das Erreichte sonst untergraben könnte. 

  • Führungskräftetraining und -entwicklung: Wecken Sie den inneren Coach in Ihren Führungskräften. Young Talents fordern und erwarten regelmäßiges und konstruktives Feedback. 
  • Onboarding- und Weiterbildungsprogramme: Vertrauen beginnt, indem man neuen, jungen Mitarbeitenden schon vor ihrem Eintritt das Gefühl gibt, geschätzte Mitglieder des Teams zu sein. Zeigen Sie im Onboarding konkret, wie Ihre Werte gelebt werden. 
  • Partizipation statt strenger Hierarchie: Junge Fachkräfte schätzen eine Kultur, in der ihre Meinung gehört und Entscheidungen hinterfragt werden dürfen. Binden Sie ihre Young Talents aktiv in Entscheidungsprozesse ein. 

Schritt 5: Den Puls stetig fühlen und die Wertekultur weiterentwickeln

Wenn Ihr Unternehmen wächst und sich neuen Herausforderungen stellt, entwickelt sich die Kultur automatisch weiter. Um Ihre Kultur stets auf Top-Niveau zu halten, verfolgen Sie aussagekräftige Indikatoren wie FluktuationsratenBeförderungsraten und die Zeit, die neue Mitarbeitende benötigen, um sich als Teil des Teams zu fühlen. 

Notieren Sie sich die in Ihrer Mitarbeiterbefragung identifizierten Lücken und vergleichen Sie diese Ergebnisse dann Jahr für Jahr oder nachdem Sie Änderungen aus Ihrem Maßnahmenplan umgesetzt haben. 

Bitten Sie weiterhin um ehrliches Feedback, nicht nur durch jährliche Umfragen, sondern auch durch systematisches Employee Listening und informelle Gespräche. Mit einem stetigen Feedback-Kreislauf können Sie Muster erkennen und den Kurs anpassen,  

Fazit: Förderung einer werteorientierten Kultur und dadurch die Arbeitgeberattraktivität erhöhen

Bei der Schaffung einer werteorientierten Kultur geht es nicht um perfekte Leitbilder, sondern um die konsequente Abstimmung zwischen dem, was Sie sagen, und dem, was Sie tun. Großartige Arbeitgeber messen regelmäßig ihre Unternehmenskultur, um diese Lücken zu identifizieren und zu schließen. Lesen Sie hier nach, warum jährliche Mitarbeiterbefragungen so wichtig sind und wie sie Ihnen als Unternehmen helfen können, zu wachsen. 

FAQ – zum Thema

Was sind Young Talents?

Young Talents sind junge Fachkräfte, die nicht nur einen Job suchen, sondern auch Sinn, Perspektive und Flexibilität in einer Organisation. Sie wollen Verantwortung übernehmen, mitgestalten und achten auf ihre Work-Life-Balance. Unternehmen, die diese Werte leben, ziehen Talente magisch an. Great Place To Work® Deutschland zeichnet Organisationen aus, für ihre jungen Fachkräfte nicht nur einen Arbeitsplatz bieten, sondern einen Ort zum Wachsen und Wohlfühlen. 

Wie kann man die Arbeitgeberattraktivität messen?

Arbeitgeberattraktivität ist mehr als nur ein Nice-to-have, sie ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten Talente. Eine der fundiertesten Analysen liefert die Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung. Mit ihr gewinnen Sie die Einblicke, die sie brauchen um die richtigen Maßnahmen zu setzen. 

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