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Die Frage des nachhaltigen Wirtschaftens treibt sehr viele Unternehmen in Deutschland um. In Industrieunternehmen liegen die Herausforderungen auf der Hand. Hier geht es um beträchtliche Investitionen, um zum Beispiel die Energiewende zu gestalten oder Produktinnovation im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Bei IT- oder Dienstleistungsunternehmen, die „lediglich“ Büroarbeitsplätze und ggf. eine Kantine betreiben sowie Geschäftsreisen unternehmen, ist das Bild etwas unklarer: Man mag denken, dass das eigene Wirtschaften einen sehr geringen Einfluss auf den Klimawandel hat.
Dennoch: Ein Blick auf die sehr guten Arbeitgeber zeigt, dass Unternehmen durchaus einiges unternehmen, um den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Sie haben erkannt, dass Nachhaltigkeit nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für die Zufriedenheit und Bindung ihrer Mitarbeitenden ist.
Im Einzelnen lassen sich folgende Handlungsstränge identifizieren:
Den Weg zur Arbeit häufiger nicht mit dem Auto zurückzulegen, ist ein sehr unmittelbarer Beitrag zum Klimaschutz. Sehr gute Arbeitgeber unterstützen dabei zum Beispiel durch die Vermittlung sowie Incentivierung von Fahrgemeinschaften, durch ein monatliches Budget für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, der Bahn oder von Car Sharing Angeboten oder durch eine Spende für umweltfreundlich zurückgelegte Kilometer.
Ansätze aus dem Bereich Gamification & Incentives werden genutzt, um nachhaltiges Verhalten im Arbeitsalltag bzw. im Privaten zu stimulieren. Eine Plastic Free Challenge, ein Bonussystem für ein CO2-armes Fahren mit Dienstfahrzeugen oder ein monatlicher No-Print-Day sind Beispiele, die sehr gute Arbeitgeber im Rahmen ihres Kultur Audits genannt haben. Ein anderes, besonders bemerkenswertes Beispiel besteht darin, dass die Geschäftsführung das Commitment abgibt, für jeden neu gewonnenen Kunden einen Baum zu pflanzen.
In jedem Unternehmen gibt es Menschen, die sich bei Umweltthemen einbringen wollen. Sehr gute Arbeitgeber nutzen diese Ressource, indem sie diese Menschen unterstützen. Dies kann beispielsweise durch regelmäßige bereichsübergreifende Umweltmeetings, in denen geeignete Maßnahmen identifiziert werden, oder durch Umweltteams, die entsprechende Maßnahmen umsetzen, geschehen. Praktiziert wird auch gemeinsames Arbeiten an Umweltprojekten außerhalb des Unternehmens – etwa im Rahmen des Global Earth Days oder im Unternehmen, beispielweise durch die Ansiedelung von Bienen auf dem Firmengelände.
Sehr gute Arbeitgeber – auch in Branchen wie Dienstleistung oder Information und Kommunikation – nehmen Aspekte der Nachhaltigkeit in ihre Strategie und mittelfristigen Ziele auf, in dem sie beispielsweise konkrete CO2-Einsparziele aus ihrer Betriebstätigkeit formulieren und deren Erreichung mit Budget und klarer Zuständigkeit versehen. Auch werden Aspekte der Green IT aufgegriffen und in die Strategie aufgenommen. Im besten Fall entstehen aus den gestarteten Nachhaltigkeitsaktivitäten, Produkte und Dienstleistungen, die im Markt getestet werden und neue Geschäftsfelder aufmachen können. Viele Unternehmen haben bereits den ersten Schritt gemacht, um den ökologischen Fußabdruck der eigenen Unternehmung zu reduzieren.
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Mehr Informationen zu ZertifizierungSie wollen mehr zur Nachhaltigkeit lesen? Hier geht’s zu unserer Themenseite Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit wirkt nicht nur nach außen, sondern direkt nach innen: Sie stärkt Sinn, Identifikation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden und erhöht langfristig die Bindung an das Unternehmen.
Ja. Auch ohne große Produktionsanlagen können Unternehmen durch Mobilitätskonzepte, Green IT, bewusstes Reiseverhalten und nachhaltige Büroorganisation einen relevanten Beitrag leisten.
Erfolgreiche Beispiele sind nachhaltige Mobilitätsangebote, Gamification-Ansätze für umweltfreundliches Verhalten, Bottom-up-Initiativen von Mitarbeitenden und klar definierte Nachhaltigkeitsziele in der Unternehmensstrategie.
Eine zentrale. Sehr gute Arbeitgeber fördern Engagement aus der Belegschaft aktiv etwa durch Umweltteams, bereichsübergreifende Initiativen oder gemeinsame Nachhaltigkeitsprojekte.
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