Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur: Warum ESG mehr ist als ein Reporting-Tool

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Paula Laubenstein

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Die Ergebnisse der European Workforce Study (EWS) 2024 geben spannende Einblicke in die Arbeitswelt von heute. Rund 25.000 Beschäftigte aus 19 europäischen Ländern wurden befragt – auch zu ihrer Wahrnehmung in Sachen Ethik und Nachhaltigkeit in Form eines ESG-Frameworks. Konzipiert wurde die European Work Study von den europäischen Great Place To Work® Partnerunternehmen in Kooperation mit Great Place To Work® Inc. in den USA. Die Ergebnisse zeigen eindrücklich: Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema für den Geschäftsbericht, sondern eine Frage gelebter Unternehmenskultur.

ESG-Kriterien – mehr als nur ein Label

ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung). Diese drei Aspekte bilden die Grundlage für nachhaltiges Handeln in Unternehmen – und sind längst Teil strategischer Entscheidungen und der öffentlichen Erwartungshaltung. Doch wie erleben Mitarbeitende das Nachhaltigkeitsengagement ihres Arbeitgebers?

Die EWS zeigt ein ernüchterndes Bild: Nur rund 40% der Mitarbeitenden in Deutschland haben das Gefühl, dass ESG-Themen klar kommuniziert werden. In anderen europäischen Ländern, wie beispielsweise Spitzenreiter Spanien stimmt immerhin gut die Hälfte der Befragten zu, ähnlich sieht es bei der Unterstützung für engagierte Mitarbeitende aus. Was bleibt ist Skepsis: Wird Nachhaltigkeit wirklich ernst genommen? Oder dient ESG-Reporting in manchen Fällen eher der Außendarstellung? In Deutschland scheint ESG in den meisten Unternehmen noch nicht konsequent gelebt zu werden und fest in der Arbeitsplatzkultur verankert zu sein – es besteht Handlungsbedarf!

Kultur entscheidet: ESG braucht Führung und Kommunikation

Ein zentraler Befund: Wer ESG glaubwürdig leben will, muss Nachhaltigkeit auch in der Unternehmenskultur festschreiben. Werteorientierte Führung, transparente Kommunikation und echte Anerkennung, das sind die Stellschrauben, an denen Unternehmen drehen müssen, um ESG-Kriterien nicht nur zu erfüllen, sondern mit Leben zu füllen. Das zeigt sich auch in der Wahrnehmung von Mitarbeitenden: zwischen Nachhaltigkeitsoptimisten und -pessimisten zeigen sich erhebliche Unterschiede. Optimisten erleben ihre Führungskräfte als vorbildlich, gut informiert und wertschätzend. Das zeigt: ESG-Wirkung entsteht nicht nur durch konkrete Maßnahmen, sondern auch durch eine entsprechende Haltung und Kultur.  Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen, schaffen die Grundlage dafür, auch Mitarbeitende zu erreichen, die beim Thema Nachhaltigkeit noch Nachholbedarf sehen.

ESG ist kein Reporting-Tool, sondern ein Kulturthema

ESG ist mehr als eine Checkliste für das Reporting. Es ist ein Versprechen an Mitarbeitende, Kund:innen und die Gesellschaft. Dieses Versprechen kann nur eingelöst werden, wenn ESG-Kriterien in die Kultur und Führung eines Unternehmens integriert werden. Glaubwürdig, konsequent und mit Blick auf das, was wirklich zählt: die Menschen.

Möchten Sie wissen, ob Sie Ihre Mitarbeitenden im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen begeisternd mitnehmen oder erfahren, an welchen Stellen  Sie noch etwas nachbessern müssen, um die ESG-Werte  wirklich nachhaltig in Ihrem Unternehmen zu verankern? Dann buchen Sie jetzt gerne eine Beratungstermin für eine Great Place To Work®-Mitarbeiterbefragung. Weitere spannende Einblicke in das Abschneiden der deutschen Arbeitsplatzkultur im europäischen Vergleich finden Sie hier !

 

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