Special Insights: Interviews mit ausgezeichneten Arbeitgebern

In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.

Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.

Grafik Special Insights - Interviews mit ausgezeichneten Unternehmen

Special Insight AbbVie

Verena Gaisbauer, HR Director Germany

1. Was bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung für Sie und wie nutzen Sie die Great Place To Work® Auszeichnung, um sich als Arbeitgeber zu positionieren?

Insbesondere weil die Great Place To Work® Auszeichnung auf dem Feedback unserer Mitarbeitende basiert, bedeutet sie uns sehr viel und ist damit eine große Ehre, aber auch Ansporn zugleich. Wir erhalten immer wertvolle Einblicke aus der Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung und verstehen so noch besser, was gut läuft und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt – und ist somit auch ein wesentlicher Baustein unserer kulturellen Entwicklung.

Die Auszeichnung lässt sich enorm vielfältig nutzen. Wir verwenden sie in unserer internen und externen Kommunikation, insbesondere in den sozialen Medien und auf unserer Unternehmenswebsite. Sie spielt auch eine Rolle bei Jobmessen und in Gesprächen mit Bewerber*innen und Interessent*innen sowie in unseren Kontakten zu Entscheidern, wie Politiker*innen und Bürgermeister*innen an unseren Standorten. Zudem lernen wir aus dem Bewertungsprozess (Stärken/Entwicklungsfelder) und stoßen weitere Verbesserungen für Mitarbeiter*innen an.

2. Warum ist Ihr Unternehmen ein ausgezeichneter Arbeitgeber für Frauen?

AbbVie hat eine ausgewogene Geschlechterverteilung, bei der über 50% der Mitarbeiter*innen weiblich sind, was unser Engagement für eine inklusive Arbeitsumgebung widerspiegelt. Wir fördern aktiv die Schaffung und Erhaltung diverser Teams, insbesondere durch die gezielte Unterstützung von Frauen in Führungspositionen. Programme wie JobSharing und Mentoring ermöglichen Frauen, ihre Karriere flexibel zu gestalten und Führungsziele zu erreichen. Zudem liegt der Fokus auf psychologischer Sicherheit, um eine Kultur zu schaffen, in der alle Mitarbeiterinnen ihre Meinungen offen teilen können.

3. Welche konkreten Programme hat Ihr Unternehmen umgesetzt, um die Aufstiegschancen von Frauen in Führungspositionen zu stärken?

Führungskräfteprogramme stärken die Führungskompetenzen von Frauen durch Workshops, Seminare und Networking mit erfahrenen Leadern. Das Mentoring-Programm „EmpowHER“ bietet eine wichtige Plattform für Karrierecoaching und Wissenstransfer. Darüber hinaus sorgt das Management eines Female Talent Pools dafür, dass weibliche Talente bei der Besetzung von Führungspositionen priorisiert werden. Unser JobSharing-Programm ermöglicht es zwei Mitarbeiter*innen, Führungspositionen zu teilen und somit anspruchsvolle Rollen mit persönlichen Verpflichtungen zu verbinden.

4. Wie gestaltet Ihr Unternehmen den Wiedereinstieg von Frauen nach der Elternzeit?

AbbVie legt Wert auf frühzeitige Planung und Kommunikation, um Klarheit über zukünftige berufliche Ziele zu schaffen, bevor der Mutterschutz beginnt. Während der Elternzeit bleibt die Verbindung zum Unternehmen durch das „Stay in Touch“-Programm bestehen, das den Zugang zu Unternehmensressourcen ermöglicht. Ein Gespräch vor der Rückkehr klärt die Arbeitszeitvorstellungen, um persönliche und berufliche Bedürfnisse zu vereinbaren. Ein strukturiertes Reboarding-Programm unterstützt den nahtlosen Wiedereinstieg durch Schulungen und Updates über wichtige Unternehmensentwicklungen.

5. Wie geht Ihr Unternehmen mit unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias) im Recruiting und bei Beförderungen um?

AbbVie organisiert Awareness-Kampagnen und führt spezielle Schulungen für Führungskräfte durch, um unbewusste Vorurteile im Rekrutierungsprozess zu minimieren. Durch diverse Candidate Slates und Interviewpanels sowie strukturierte Interviewleitfäden wird Objektivität sichergestellt. Regelmäßige Überprüfungen der Performance-Bewertungen verhindern, dass Vorurteile die Karrierechancen beeinträchtigen. Diese Maßnahmen unterstreichen unser Engagement für Fairness und Chancengleichheit.

6. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen zur Förderung der Frauengesundheit etabliert?

Unsere Benefits-Strategie berücksichtigt die unterschiedlichen Gesundheitsbedürfnisse von Frauen über verschiedene Lebensphasen hinweg. Regelmäßige Webinare schaffen Bewusstsein und bieten wertvolle Informationen zu Gesundheitsthemen wie der Menopause. Die Partnerschaft mit der digitalen Plattform Maven bietet Zugang zu personalisierter Unterstützung im Bereich Midlife-Health. Der betriebsärztliche Dienst ergänzt dieses Angebot durch präventive Beratung und spezifische Unterstützung für die weibliche Gesundheit.

7. Wie fördern Sie eine Kultur, in der Diskriminierung, Sexismus und Mikroaggressionen aktiv adressiert und verhindert werden?

AbbVie setzt auf spezifische, interaktive Trainings für alle Führungskräfte, um ein tiefes Bewusstsein für das Thema Belästigung in jeglicher Form am Arbeitsplatz zu schaffen. Unsere Führungskräfte agieren dabei als Vorbilder und Multiplikatoren, die die vermittelten Inhalte aktiv in ihre Teams tragen und so eine nachhaltige Wirkung erzielen. Weiterhin fördern wir eine ausgeprägte Speak Up-Kultur, die psychologische Sicherheit unterstützt und Mitarbeiter*innen ermutigt, Vorfälle oder kritische Themen offen anzusprechen. Auf diese Weise schaffen wir ein Umfeld, in dem Respekt und Fairness selbstverständlich sind und potenziellen Diskriminierungen proaktiv begegnet wird.

8. Welche Rolle spielen regionale Besonderheiten wie Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder kulturelle Prägungen für Ihre Unternehmenskultur? Und welche konkreten Maßnahmen leiten Sie daraus ab, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Regionale Besonderheiten werden bei AbbVie gezielt berücksichtigt. So reagieren wir auf spezifische Fachkräfteverfügbarkeiten mit flexiblen Angeboten wie standortspezifischen Recruiting-Kampagnen, einschließlich Kooperationen mit Hochschulen und Ausbildungsstätten. Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv in den Gemeinden, beispielsweise durch die Unterstützung lokaler Initiativen durch unsere Helfenden Hände oder die Arbeit der Tafeln. Diese Maßnahmen stärken sowohl unsere Arbeitgeberattraktivität als auch unsere regionale Verbundenheit.

9. Wie stellen Sie sicher, dass Mitarbeitende in der Produktion genauso Teil der Kultur sind wie Verwaltungs- oder Engineering Teams?

Wir gestalten unsere Unternehmenskultur so, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig von Funktion oder Arbeitsmodell, einbezogen werden. Dazu zählen speziell für Schichtmitarbeiter*innen konzipierte (After Work) Events, die zeitlich und örtlich an ihren Arbeitsalltag angepasst sind, z. B. in Pausenräumen der Produktion oder vor Produktionsgebäuden. Kulturbotschafter*innen aus allen Funktionen sorgen für den Austausch und das Zusammenwachsen in funktionsübergreifenden Teams. Zudem setzen wir auf Patientenzentrierung als gemeinsames, verbindendes Leitmotiv: Sie schafft eine klare, sinnstiftende Verbindung zwischen Produktion, Forschung und Vertrieb und macht jeden Beitrag gleichermaßen wertvoll für den Unternehmenserfolg.

Veröffentlicht im: März 2025

Über AbbVie

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