Special Insights: Interviews mit ausgezeichneten Arbeitgebern

In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.

Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.

Grafik Special Insights - Interviews mit ausgezeichneten Unternehmen

Special Insight Assure Consulting GmbH

Christian Rawcliffe, Geschäftsführer Assure Consulting GmbH

1. Was bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung für Sie und wie nutzen Sie die Great Place To Work® Auszeichnung, um sich als Arbeitgeber zu positionieren?

Die Great Place To Work® Auszeichnung ist für uns vor allem eine Bestätigung dessen, was wir intern seit Jahren bewusst gestalten: eine Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Verantwortung und Professionalität basiert. Sie ist kein Selbstzweck und kein Marketinginstrument, sondern ein Spiegel dafür, wie unsere Mitarbeitenden ihren Arbeitsalltag bei Assure Consulting tatsächlich erleben. Für uns als mitarbeiterorientierte Beratung hat es große Bedeutung, wie wir hier von unseren Kolleg:innen wahrgenommen werden.

In der Positionierung als Arbeitgeber hilft uns die Auszeichnung, transparent zu zeigen, wofür wir stehen: für anspruchsvolle Beratungsarbeit auf hohem fachlichem Niveau – und gleichzeitig für ein Umfeld, in dem Menschen sich entwickeln, Verantwortung übernehmen und langfristig wohlfühlen können. Uns ist wichtig, realistische Erwartungen zu wecken: Wer zu uns kommt, entscheidet sich für Leistung und Qualität, aber auch für Verlässlichkeit, Fairness und gegenseitigen Respekt.

2. Was sind aktuell für Sie die größten Herausforderungen, um ein sehr guter Arbeitgeber zu bleiben?

Eine der größten Herausforderungen ist es, Wachstum und Qualität im Gleichgewicht zu halten. Wir müssen kontinuierlich leistungsfähig bleiben, ohne dabei unsere Kultur zu verwässern oder einzelne Mitarbeitende zu überfordern.

Gleichzeitig verändern sich Erwartungen an Arbeit – insbesondere in Bezug auf Flexibilität, Sinnhaftigkeit und persönliche Entwicklung. Diese Erwartungen ernst zu nehmen und mit den Anforderungen unserer Kundenprojekte in Einklang zu bringen, ist eine dauerhafte Aufgabe. Ein sehr guter Arbeitgeber zu bleiben bedeutet für uns daher, regelmäßig zu hinterfragen, wo wir nachjustieren müssen – strukturell, kulturell und im Führungsverständnis.

3. Was sind die wichtigsten Maßnahmen, die Sie aufgesetzt haben, um ein Great Place to Work zu sein?

Ich kann gar nicht sagen was die wichtigsten Maßnahmen sind oder waren. Wir haben uns vor 15 Jahren sehr bewusst entschlossen an dem „Wettbewerb“ Great Place To Work® teilzunehmen, da wir darin wichtige Elemente entdeckt haben, die wir transparent und visibel messen wollen.

Für mich sind es daher weniger die Maßnahmen als mehr die Haltung. Wir nehmen aus jeder Befragung unserer Kolleg:innen etwas mit und leiten daraus Themen für unsere Weiterentwicklung als Arbeitgeber und auch als Partner für unsere Kunden ab. Viele dieser Maßnahmen sind nicht spektakulär, aber bringen eine stetige Weiterentwicklung. Genau darin liegt aus meiner Sicht der Unterschied. Während vor 10 oder 15 Jahren kostenfreies Wasser oder Kaffee für die Mitarbeitende noch als ein besonderer Benefit bewertet wurde, ist es heute dem Grunde nach Standard und es sind heute andere Dinge auf die unsere Kolleg:innen Wert legen.

4. Wie analysieren und nutzen Sie Mitarbeiterfeedback aus der Great Place To Work® Befragung im Alltag?

Die Ergebnisse der Befragung werden bei uns nicht „abgelegt“, sondern aktiv genutzt. Wir analysieren sie differenziert – nach Themen, nach Teams und auch im Zeitverlauf. Wichtig sind für uns nicht nur die guten Bewertungen, sondern die Hinweise auf Reibungspunkte oder Unklarheiten. Beides sollte man unserer Ansicht nach aber im Blick haben, um auch nicht in die Situation zu kommen ständig das Gefühl zu haben aus der Befragung kommt nur wieder das nächste große Thema, denn gerade die Themen mit größerer Reichweite ändern sich auch meist nicht über Nacht und es braucht Zeit bis Maßnahmen ihre Wirkung entfalten.

Entscheidend ist dabei Transparenz: Unsere Mitarbeitende werden auch jenseits der Befragungen eingebunden, wissen welche Themen wir aufgreifen und warum manche Dinge Zeit brauchen. Feedback ernst zu nehmen, bedeutet für uns nicht, alles sofort zu ändern, sondern nachvollziehbar zu entscheiden.

5. Wie gestaltet Ihr Unternehmen Recruiting, Arbeitsumfeld und Mitarbeiterbindung, um den Erwartungen und Bedürfnissen von Young Talents (unter 35 Jahren) gerecht zu werden?

Young Talents suchen aus unserer Erfahrung vor allem drei Dinge: Lernmöglichkeiten, Orientierung und Glaubwürdigkeit. Darauf richten wir unser Recruiting und unser Arbeitsumfeld aus.

Im Recruiting setzen wir auf ehrliche Gespräche statt Hochglanzversprechen. Wir sprechen offen über Anforderungen, Reisetätigkeit und Leistungsanspruch – aber auch über das, was wir als Arbeitgeber bieten: eine Kultur aus Unterstützung, Entwicklung und des Zusammenhalt. Im Arbeitsalltag bieten sich bei uns früh verantwortungsvolle Projekte, denn ein Kunde erwartet natürlich berechtigterweise Leistung und Qualität, die unsere Berater:innen jeden Tag unter Beweis stellen – natürlich gerade zu Beginn unter enger Begleitung.

Mitarbeiterbindung entsteht aus meiner Sicht nicht durch einzelne Benefits, sondern durch das Gefühl, gesehen zu werden, sich entwickeln zu können und einen Beitrag zu leisten.

6. Welche Rolle spielen regionale Besonderheiten wie Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder kulturelle Prägungen für Ihre Unternehmenskultur? Und welche konkreten Maßnahmen leiten Sie daraus ab, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Regionale Besonderheiten beeinflussen unseren Arbeitsalltag spürbar – etwa durch Pendelzeiten, Reiseanforderungen, den jeweiligen Arbeitsmarkt und lokale Netzwerke. Als Beratung legen wir großen Wert darauf, dass unsere Beraterinnen und Berater gut angebunden reisen können und gleichzeitig optimale Voraussetzungen für effizientes Remote-Arbeiten haben. Deshalb konzentrieren wir uns bewusst auf wirtschaftsstarke Ballungszentren in Deutschland.

Assure Consulting ist in regionalen Zentren präsent, in denen wir gezielt rekrutieren, Netzwerke aufbauen und langfristige Kundenbeziehungen entwickeln. Ziel ist es, in jeder Region stabile Stammkunden zu etablieren, um wohnortnahe Einsätze zu ermöglichen und Reisetätigkeit planbarer zu gestalten. Ergänzt wird dies durch regionale Büros, die als Anlaufpunkte dienen und das persönliche Miteinander stärken. Reisekosten übernehmen wir bewusst, um Austausch und Zusammenkommen über Standorte hinweg zu fördern.

Im Recruiting sind wir regional sichtbar – etwa durch Hochschulveranstaltungen, Messen oder eigene Formate wie „Feierabend mit Assure“. Kulturelle Prägungen verstehen wir dabei als Bereicherung und nutzen regionale Anlässe bewusst, um Gemeinschaft zu leben. Gleichzeitig gelten unternehmensweit einheitliche Werte und Führungsprinzipien. Regionale Besonderheiten berücksichtigen wir in der Umsetzung, nicht im Grundverständnis unserer Zusammenarbeit.

Diese Verbindung aus Flexibilität, regionaler Verankerung und klaren gemeinsamen Leitplanken prägt unsere Unternehmenskultur und macht uns als Arbeitgeber attraktiv für Menschen, die sowohl Freiraum als auch Zugehörigkeit schätzen.

7. Welche Maßnahmen unterstützen Mitarbeitende dabei, Arbeitsbelastung und Reisetätigkeit gesund zu bewältigen?

Beratung bedeutet, dass es auch Phasen höherer Arbeitsbelastung und Reisetätigkeit gibt – das beschönigen wir nicht. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang damit. Wir achten auf realistische Planungen, klare Prioritäten und darauf, dass Belastung nicht dauerhaft zu hoch ist.

Achtsamkeit für unsere Kolleg:innen ist für uns dabei ein wichtiger Teil des Alltags und wir berücksichtigen bereits vor der Besetzung von Projekten mögliche Herausforderungen. Führungskräfte haben dabei eine besondere Verantwortung, frühzeitig Signale zu erkennen und gegenzusteuern sollte doch mal die Realität zu weit von der Planung abweichen. Wichtig ist und dabei eine offene Gesprächskultur, in der Überlastung thematisiert werden darf, ohne als Schwäche zu gelten.

Gesunde und dauerhafte Leistungsfähigkeit entsteht aus unserer Sicht durch Vertrauen, Planbarkeit und gegenseitige Verantwortung.

Datum der Veröffentlichung: März 2026

Über Assure Consulting GmbH

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