In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.
Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.
Die Auszeichnung durch Great Place To Work® bedeutet uns sehr viel und wir sind unglaublich stolz, sie nun zum vierten Mal in Folge zu bekommen. Das zeigt uns, dass unsere Mitarbeitenden sich gesehen und gehört fühlen und dass wir mit unserem gemeinsamen Engagement in die richtige Richtung gehen. Natürlich spielt die Auszeichnung auch für Bewerbende eine große Rolle. Wir sind in der glücklichen Lage, auch in angespannten Zeiten ausreichend qualifizierte Fachkräfte für uns begeistern zu können. Wir verstehen uns als einen Ort des Wachstums und der Entwicklung (persönlich wie professionell). Das ist nur möglich mit Menschen, die sich in unserer gelebten Haltung von Beziehung, Entwicklung und Vertrauen wiederfinden und diese mittragen. Die Teilnahme am Great Place To Work® Wettbewerb unterstützt uns dabei, uns selbst regelmäßig zu hinterfragen und zu reflektieren, um unsere Qualität aufrechtzuerhalten.
Weit über 70 % unserer Mitarbeitenden sind Frauen. Auch in der Leitung und Geschäftsführung gibt es eine 50/50 Verteilung. Dies legt eine gute Grundlage dafür, dass die Belange von Frauen von Anfang an mitgedacht werden. Ich denke, das Wichtigste ist eine Grundüberzeugung, dass berufliche Entwicklung, Verantwortung und Vereinbarkeit keine Frage des Geschlechts sind.
Durch unseren Schwerpunkt auf Schulbegleitungen bieten wir verlässliche und planbare Rahmenbedingungen. Die Arbeit findet zu klaren Schulzeiten statt mit durchbezahlten schulfreien Zeiten. Das sorgt für finanzielle Sicherheit und eine gute Planbarkeit des Alltags.
Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit auch in verantwortungsvollen Rollen und eine wertschätzende Zusammenarbeit sorgen dafür, dass langfristige Perspektiven entstehen. Dass diese Vorteile oft Frauen ansprechen, ist der BPJ bewusst. Mit unserer Haltung, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fördern, möchten wir jedoch allen Mitarbeitenden Raum für individuelle Lebensgestaltung bieten.
Durch unseren Unternehmensgegenstand sind Aufstiegsmöglichkeiten bei uns grundsätzlich begrenzt, aber natürlich in kleinem Maße vorhanden. Mit dem BPJ.Campus, unserer eigenen Lernplattform, erweitern wir die Möglichkeiten durch zusätzliche Tätigkeitsfelder. Mitarbeitende werden gezielt ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Individuelle Fortbildungen unterstützen diesen Prozess. Führungsverantwortung ist nicht an starre Arbeitszeitmodelle geknüpft ist. Aufstiegschancen werden bei der BPJ durch eine gelebte geschlechterunabhängige Führungskultur realisiert. In der Geschäftsführung sowie auf der Koordinationsebene ist eine ausgeglichene Geschlechterverteilung fest etabliert, was die Repräsentanz von Frauen in Entscheidungspositionen strukturell verankert. Über den BPJ.Campus werden individuelle Potenziale gezielt gefördert. Familienphasen oder Teilzeitarbeit stellen kein Hindernis für berufliches Fortkommen dar. Im Fokus stehen allein die fachliche Kompetenz und pädagogische Haltung, was eine faire und leistungsorientierte Entwicklung ermöglicht.
Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit wird bei uns frühzeitig gemeinsam geplant. In Gesprächen klären wir, welche Arbeitszeiten und Rahmenbedingungen gut passen. Kolleginnen sind hierbei frei in der Wahl ihres Arbeitsumfangs. Viele Mitarbeitende entscheiden sich für einen Start mit einem reduzierten Umfang und erhöhen diesen schrittweise. Dabei achten wir darauf, dass vorhandene Kompetenzen weiterhin genutzt werden und Entwicklung möglich bleibt. Der Wiedereinstieg soll Sicherheit geben und nicht zusätzlichen Druck erzeugen. Durch die Verlässlichkeit der Einsatzzeiten in der Schulbegleitung entfällt der oft mit dem Wiedereinstieg verbundene Druck, zwischen beruflichen Anforderungen und Betreuungspflichten wählen zu müssen. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zurück in eine verantwortungsvolle pädagogische Tätigkeit.
Da viele Kolleginnen in ähnlichen Lebensphasen sind, herrscht ein hohes Maß an gegenseitigem Verständnis und kollegialer Unterstützung, was den psychischen Druck bei der Rückkehr minimiert.
Die BPJ setzt auf eine werteorientierte Personalauswahl, bei der die fachliche Qualifikation und menschliche „Haltung“ zentrale Kriterien sind. Wir arbeiten mit klaren Anforderungsprofilen und transparenten Auswahlprozessen.
In verschiedenen Formaten sowie im Rahmen des BPJ.Campus werden Mitarbeitende und Führungskräfte dazu angehalten, das eigene professionelle Handeln zu reflektieren. Dies schließt die Sensibilisierung für unbewusste Vorurteile ein, um zu verhindern, dass Bewerberinnen oder Mitarbeitende aufgrund von Geschlechterstereotypen oder familiären Hintergründen benachteiligt werden.
Bei Beförderungen zählen Reflexionsfähigkeit und fachliche Expertise mehr als reine Präsenzzeit vor Ort. Durch transparente Prozesse und begegnungsorientierte Führung wird sichergestellt, dass diese auf tatsächlicher Eignung basieren. Entscheidungen werden nicht allein getroffen, sondern aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Führungskräfte sind angehalten, ihre Einschätzungen zu reflektieren und zu begründen. So entsteht ein Entscheidungsrahmen, der fair und nachvollziehbar ist.
Gesundheit wird bei der BPJ ganzheitlich betrachtet, was insbesondere Frauen zugutekommt, die oft einer hohen mentalen Belastung ausgesetzt sind. Neben körperlichen Angeboten wie der Bezuschussung des Urban Sports Clubs oder JobRad-Leasing liegt ein Schwerpunkt auf der psychischen Resilienz und einer offenen Gesprächskultur. Regelmäßige Supervisionen, Fallteamsitzungen und fachliche Begleitung bieten Raum zur Entlastung. Belastungen dürfen angesprochen werden, ohne dass dies als Schwäche gilt. Diese Maßnahmen wirken dem Stereotyp entgegen, dass Frauen emotionale Arbeit „naturgegeben“ besser bewältigen könnten, und institutionalisieren stattdessen professionelle Selbstfürsorge. So wird die Gesundheit aller Mitarbeitenden durch strukturelle Supportsysteme aktiv geschützt und gefördert. Teamevents fördern zusätzlich den sozialen Zusammenhalt, was nachweislich das Stresslevel senkt und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz steigert.
Unser Team zeigt in jeder Hinsicht eine hohe Diversität auf. Auch außerhalb des Arbeitskontextes setzen sich Teammitglieder für Gleichstellung, Inklusion und Vielfalt ein – das zeigt, dass die Werte der Organisation mit den persönlichen Haltungen vieler Mitarbeitender übereinstimmen.
Diese leben wir und tragen sie unter anderem auf Social Media, durch Pronomen und gendersensible Sprache nach außen. 2026 beteiligen wir uns erstmalig an der Cologne Pride Parade zum Christopher Street Day. Wir teilen fachlich relevante Inhalte und Fortbildungsmöglichkeiten zu Themen wie Demokratiebildung, Antidiskriminierung oder Inklusion.
Eine respektvolle Unternehmenskultur braucht klare Werte und Menschen, die Verantwortung übernehmen. Die BPJ pflegt eine Kultur des Dialogs auf Augenhöhe, in der Grenzen respektiert werden. Hierdurch wird ein Klima geschaffen, das keinen Raum für Diskriminierung und Sexismus lässt. Mikroaggressionen werden durch die Förderung einer reflektierten Feedbackkultur aktiv zum Thema gemacht. Da das Team durch direkte Kommunikationswege eng vernetzt ist, können Vorfälle niederschwellig adressiert werden. Allen Mitarbeitenden steht ebenfalls eine Meldestelle mit der Möglichkeit, Anliegen anonym zu adressieren, zu Verfügung. Ein respektvoller Umgang wird als Kernkompetenz aller Mitarbeitenden vorausgesetzt und eingefordert.
Auch für Bewerbende ist unsere klare Positionierung ein ausschlaggebendes Kriterium.
Köln steht als weltoffene Stadt für Toleranz und Vielfalt. Für viele (junge) Menschen ist das ein Grund, diese Stadt als Lebensmittelpunkt zu wählen. Diversität, Offenheit, Gendersensibilität und Einsatz gegen Diskriminierung werden, insbesondere von Fachkräften der Jugendhilfe, bei Arbeitgebern vorausgesetzt und eingefordert. Unsere Maßnahmen hierzu haben wir in Frage 7 dargelegt.
Als Kölner Träger begegnet die BPJ zudem regionalen/städtischen Herausforderungen wie Mobilität durch Benefits wie JobRad-Leasing und Fahrtkostenzuschüsse.
Als Träger der Jugendhilfe sind für uns regelmäßige Supervisionen und kollegiale Intervisionen selbstverständlich. Sie bieten den Raum zur Reflexion schwieriger Fälle oder für Übungen. Zudem steht die Koordination jederzeit als Ansprechperson bei Fragen, Anliegen oder emotionalen Belastungen zu Verfügung.
Über unsere eigene Lernplattform, den BPJ.Campus werden zudem Resilienz, Reflexionsfähigkeit und Fachwissen gestärkt. Ein gleichwertiger Austausch auf Augenhöhe garantiert, dass Sorgen jederzeit Gehör finden. Vier jährliche Teamevents fördern zudem das „Wir-Gefühl“ und schaffen einen informellen Ausgleich, damit das Team auch in Krisenzeiten stabil und menschlich verbunden bleibt.
In einer Branche, die von Fachkräftemangel und hohem Leistungsdruck geprägt ist, positioniert sich die BPJ über Fachlichkeit, Haltung und vor allem die Qualität der Beziehungsarbeit. Der BPJ.Campus bietet durch ein selbstentwickeltes Blended Learning moderne Entwicklungsmöglichkeiten, die Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungsarbeit in den Fokus stellen.
Fachkräfte unserer Branche legen einen hohen Wert auf Sinnhaftigkeit.
Zudem kommt es im sozialen Bereich strukturell bedingt stellenweise zu überlastenden Arbeitsbedingungen. Dass dies bei uns nicht der Fall ist, wird von Bewerbenden wie Mitarbeitenden geschätzt.
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Als zertifiziertes Unternehmen können Sie an den Great Place To Work® Arbeitgeberwettbewerben teilnehmen. Die besten Unternehmen erhalten das Siegel „Beste Arbeitgeber“ – ein Symbol für exzellente Kultur und maximale Sichtbarkeit.
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