Special Insights: Interviews mit ausgezeichneten Arbeitgebern

In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.

Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.

Grafik Special Insights - Interviews mit ausgezeichneten Unternehmen

Special Insight BKK firmus

Marc Pohlmann, Geschäftsführer Personal

1. Was bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung für Sie und wie nutzen Sie die Great Place To Work® Auszeichnung, um sich als Arbeitgeber zu positionieren?

Die BKK firmus ist von Great Place To Work® zum 3. Mal in Folge als «Attraktiver Arbeitgeber» zertifiziert worden. Wir freuen uns sehr, dass unsere Mitarbeitenden uns in einer anonymen Befragung so gut bewertet haben. Wir befinden uns als Krankenkasse seit einigen Jahren in einer starken Wachstumsphase. In den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden mehr als verdreifacht. Dies ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Die Zertifizierung liefert uns dabei wertvolle Impulse, um uns als Arbeitgeber stetig zu hinterfragen und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir sind daher sehr stolz darauf, dass die Mitarbeitenden unseren Weg aktiv mitbegleiten und mit uns als Arbeitgeber so zufrieden sind.

2. Was sind aktuell für Sie die größten Herausforderungen, um ein sehr guter Arbeitgeber zu bleiben?

Mit unseren rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreuen wir mittlerweile mehr als 1.000.000 Kunden und wachsen weiter. Dies geht einher mit einem erhöhten Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Wir möchten daher unsere vorhandenen Mitarbeitenden langfristig an das Unternehmen binden und neue Mitarbeitende für das Unternehmen begeistern.

Konkret bedeutet dies die fachliche und persönliche Integration von über 100 neuen Mitarbeitenden jährlich und gleichzeitig eine langfristige Bindung der bereits vorhandenen Mitarbeitenden an das Unternehmen.

Die Qualifizierung der Mitarbeitenden wird durch unterschiedliche Schulungsmaßnahmen gewährleistet. Da auch branchenfremde QuereinsteigerInnen die Möglichkeit haben, bei der BKK firmus tätig zu werden, genießt die berufsbegleitende Weiterbildung einen sehr hohen Stellenwert. Ausgehend von strukturierten Einarbeitungsplänen für neue Mitarbeitende, einem standardisierten Pre- und Onboarding-Prozess bis hin zu training-on-the-job-Maßnahmen, gibt es verschiedene Maßnahmen.

Aufstiegschancen fördern wir durch Schulungen in fachlichen Themen und durch interne Trainee-Programme für die persönliche Weiterentwicklung. Diese werden mehrmals jährlich durchgeführt und bei Bedarf auch durch externe Anbieter unterstützt. Alles in allem nehmen fast alle Mitarbeitenden so an mindestens einer jährlichen Schulungs- oder Trainingsmaßnahme teil.

3. Was sind die wichtigsten Maßnahmen, die Sie aufgesetzt haben, um ein Great Place to Work zu sein?

Getreu unserem Employer Branding – Motto „Ein(e) Spieler(in) macht noch keine Mannschaft“ leben wir einen Teamgedanken, an dem alle am Erfolg beteiligt sind.

Im Ergebnis wollen wir eine hohe Motivation, Engagement und Spaß an der Arbeit, die deutlich über das normale Maß hinausgeht. Eine hohe Loyalität und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden erhöht die Identifikation mit dem Unternehmen, verbessert das Arbeitsklima und sorgt für eine lange Verweildauer der Leistungsträger im Unternehmen.

Dazu haben wir in den letzten Jahren Projektgruppen zu verschiedenen Themen (z.B. Leitbild, Nachhaltigkeit, Top Service) gebildet, an denen die Mitarbeitenden aktiv mitwirken.

Eines der Projekte zum Thema „Employer Branding“, das aktuell noch läuft, beinhaltet verschiedene Teilprojekte zu „Führung & Verantwortung“, „Arbeitsplätze & Infrastruktur“, „Personalentwicklung & Karriere“ sowie „Gesundheit & Demographie“.

Hierbei geht es um verschiedene Themen. Im Teilprojekt „Führung“ geht es z.B. darum, Führungsnachwuchskräfte zu coachen. Ein internes Trainee-Programm gesteuert durch das Personalmanagement entwickelt dabei sowohl aktuelle Führungskräfte weiter und bindet auch Talente bzw. potentiell zukünftige Führungskräfte in das Programm ein. So ist es uns gelungen eine Vielzahl von eigenen Nachwuchskräften mehr Verantwortung zu übertragen.

Bei der „Personalentwicklung“ geht es u.a. darum, Entwicklungsmöglichkeiten noch besser aufzuzeigen und Schulungsangebote für alle Mitarbeitenden auszuweiten. Angesichts des großen Wachstums haben wir in der Vergangenheit eine Vielzahl von QuereinsteigerInnen aus dem Gesundheitswesen im Unternehmen begrüßen können, die es gilt auf Dauer zu qualifizieren. Für 2026 ist ein eigener „firmus-Campus“ mit eigenen Dozenten geplant.

Beim Thema „Arbeitsplätze“ geht es sowohl um neue Formen flexibler Arbeitszeiten als auch um den Aus- und Umbau unsere Büroflächen. Hier spielen z.B. Teilzeitangebote, mobiles Arbeiten, Desk Sharing aber auch die moderne Ausstattung der Arbeitsplätze eine große Rolle.

Beim Thema „Gesundheit & Demographie“ beobachten wir, dass eine gute Work-Life-Balance in der heutigen Gesellschaft mitentscheidend bei der Berufswahl ist. Die BKK firmus verfolgt verschiedene Aspekte, die eine Vereinbarung von Beruf und Freizeit sicherstellen. So sind in den letzten Jahren konkrete Benefits entstanden, die wir bereits im Recruiting erfolgreich platzieren. Bei uns gibt es z.B. eine 35-Stunden-Woche mit einem attraktiven Gleitzeitmodell, regelmäßige HomeOffice Möglichkeiten oder einen zusätzlichen Tag Sonderurlaub am eigenen Geburtstag. Für uns ist wichtig, dass die Mitarbeitenden gerne zur Arbeit kommen, sich für das Unternehmen engagieren, aber auch die Chance haben zu regenerieren.

4. Wie analysieren und nutzen Sie Mitarbeiterfeedback aus der Great Place To Work® Befragung im Alltag?

Am wichtigsten sind für uns tatsächlich die einzelnen Studienergebnisse, die zu einer Zertifizierung geführt haben. Gemeinsam mit Vorstand, Führungskräften und der Mitarbeitervertretung analysieren wir das Mitarbeiterfeedback im Detail und prüfen, ob und wo wir uns noch verbessern können bzw. in welchen Teilbereichen wir schon sehr gut aufgestellt sind. Dort, wo wir Nachholbedarf sehen, geben wir die Erkenntnisse an eigene Projektgruppen weiter. Vom Azubi bis hin zur erweiterten Geschäftsführung sind alle Ebenen an den Projektgruppen beteiligt und entwickeln Maßnahmen zum weiteren Ausbau unserer Employer Branding Strategie.

Die Auszeichnung und das Siegel selber sind für uns bereits im Recruiting von großer Bedeutung. Angesichts unseres erhöhten Bedarfs an neuen Fachkräften, setzen wir die Auszeichnung an verschiedenen Stellen ein. Neben der Darstellung auf unserer eigenen Karriere-Webseite, schalten wir Beiträge auf anderen Plattformen wie XING, LinkedIn, kununu oder unseren Social Media Kanälen, sind mit der Auszeichnung auf Jobmessen und haben auch schon Podcast, Spotify- und Radiowerbung geschaltet und zuletzt ein eigenes Arbeitgeber-Video produziert.

Ein sehr erfolgreicher Weg ist außerdem unsere Aktion „Mitarbeitende werben Mitarbeitende“. Jeden Monat zahlen wir Prämien für die erfolgreiche Empfehlung neuer Kolleginnen und Kollegen. Dazu haben wir eigene Anzeigen zur Verfügung gestellt, die beispielsweise über WhatsApp oder Instagram weiterverbreitet wurden. Die Auszeichnung als „Great Place to Work – Arbeitgeber“ ist dabei eine große Motivationshilfe.

5. Wie gestaltet Ihr Unternehmen Recruiting, Arbeitsumfeld und Mitarbeiterbindung, um den Erwartungen und Bedürfnissen von Young Talents (unter 35 Jahren) gerecht zu werden?

Ein Großteil unserer Mitarbeitenden gehört der Zielgruppe der Young Talents an, daher haben ihre Erwartungen natürlich eine hohe Bedeutung. Aber auch alle anderen Mitarbeitergruppen, z.B. mit langjährigen Erfahrungen, sind für uns wichtig. Am Ende geht es darum, eine gesunde Mischung von Mitarbeitenden in den Teams zu entwickeln, die sich gegenseitig unterstützen und mit ihren jeweiligen Stärken und Kompetenzen den größtmöglichen Erfolg für das Unternehmen generieren.

6. Welche Rolle spielen regionale Besonderheiten wie Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder kulturelle Prägungen für Ihre Unternehmenskultur? Und welche konkreten Maßnahmen leiten Sie daraus ab, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Wir haben mittlerweile vier Hauptstandorte in Bremen, Oldenburg, Osnabrück und Essen (Ruhrgebiet), die alle ihre regionalen Besonderheiten haben. Das fängt bei der Verkehrsinfrastruktur und Mobilität von Mitarbeitenden an und hört bei Hochschulstandorten und der Qualifikation von Fachkräften auf. Dem versuchen wir im Recruiting und der Organisation des Unternehmens gerecht zu werden. So gibt es bestimmte Fachteams nur an einigen Standorten, weil dort die Fachkräftesituation besser ist als an anderen Standorten. Unsere Vorstellungen zur Unternehmenskultur, z.B. hinsichtlich Kundenservice und Teamwork, gelten aber an allen Standorten gleich. Daher finden regelmäßige Treffen und der Austausch von Mitarbeitenden und Führungskräften über regionale Grenzen hinaus statt, um diese Kultur sicherzustellen.

Datum der Veröffentlichung: März 2025

Über BKK firmus

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