Special Insights: Interviews mit ausgezeichneten Arbeitgebern

In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.

Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.

Grafik Special Insights - Interviews mit ausgezeichneten Unternehmen

Special Insight CPC Unternehmensmanagement AG

Clemens Heisinger, Partner & CHRO

1. Was bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung für Sie und wie nutzen Sie die Great Place To Work® Auszeichnung, um sich als Arbeitgeber zu positionieren?

Die Auszeichnung von Great Place To Work® erfüllt uns mit großem Stolz und tiefer Dankbarkeit. Wir arbeiten täglich daran, ein gutes, ordentliches und faires Unternehmen zu sein, in dem Menschen mit Freude und Sinn arbeiten können. Die neutrale externe Bestätigung durch Great Place To Work® macht diese Bemühungen für alle sichtbar und hilft uns, uns glaubwürdig im Wettbewerb, um die besten Talente zu positionieren.

2. Warum ist Ihr Unternehmen ein ausgezeichneter Arbeitgeber für Frauen?

Wir sind ein ausgezeichneter Arbeitgeber für Frauen, weil wir Gleichbehandlung nicht als Zusatzprogramm verstehen, sondern als Kernelement unseres universalistischen Weltbildes. Insofern sind wir schon da, wo andere Unternehmen erst noch hinkommen müssen: Wir betrachten Menschen nicht als Geschlechtsidentitäten, sondern als Individuen. Dadurch behandeln wir alle gleich – frei von Geschlechterstereotypen oder Unterscheidungen. Das Ergebnis: Eine Kultur, die für alle Menschen – und damit selbstverständlich auch für Frauen – attraktiv ist.

3. Welche konkreten Programme hat Ihr Unternehmen umgesetzt, um die Aufstiegschancen von Frauen in Führungspositionen zu stärken?

Wir haben keine gesonderten Frauenförderprogramme eingeführt – und das ganz bewusst. Denn unser universalistisches Menschenbild lässt uns Entwicklung nicht nach Geschlecht trennen, sondern konsequent an Talent, Haltung und Wirksamkeit ausrichten. Statt Programmen für bestimmte Gruppen setzen wir daher auf strukturelle Fairness, die allen Menschen dieselben Chancen eröffnet. Dazu gehören transparente Karrierepfade, klare Beförderungskriterien, gleichberechtigter Zugang zu anspruchsvollen Projektrollen und systematische Entwicklungs‑Formate für Mitarbeitende auf dem Weg in Führungsverantwortung. Dieses konsequent gleiche Spielfeld stellt sicher, dass Frauen bei CPC nicht „gefördert werden müssen“, sondern einfach selbstverständlich Karriere machen können.

4. Wie gestaltet Ihr Unternehmen den Wiedereinstieg von Frauen nach der Elternzeit?

Auch beim Wiedereinstieg orientieren wir uns nicht an Geschlechterkategorien, sondern an individuellen Lebenssituationen. Unser Ansatz ist daher flexibel und dialogorientiert: Wir führen frühzeitig Gespräche, um Umfang, Reisebereitschaft und Projektart bestmöglich und sinnvoll an die jeweilige Familiensituation anzupassen. Ein stufenweiser Wiedereinstieg, reduzierte Reisetätigkeit, temporär angepasste Projektrollen oder persönliche Coachingangebote gehören bei uns selbstverständlich zum Instrumentenkasten dazu. Ziel ist, den Übergang zurück in den Berufsalltag so zu gestalten, dass er realistisch machbar ist und die betroffene Person sich gut begleitet fühlt – unabhängig davon, ob es sich um eine Mutter, einen Vater oder eine andere Betreuungsperson handelt.

5. Wie geht Ihr Unternehmen mit unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias) im Recruiting und bei Beförderungen um?

Wir begegnen unbewussten Vorurteilen mit klaren Prozessen, die Fairness sicherstellen. Strukturierte Interviews, einheitliche Bewertungsraster, divers besetzte Entscheidergruppen und regelmäßige Kalibrierungen sorgen dafür, dass Entscheidungen nicht aus Intuition oder im stillen Kämmerlein getroffen werden, sondern aus transparenten und überprüfbaren Kriterien sowie aus einer Gruppenentscheidung hervorgehen.

Bei Beförderungen kommt ergänzend hinzu, dass wir dabei den Aufwand nicht scheuen, die gesamte Firma in den Entscheidungsprozess zu involvieren und so maximal sicherstellen, Blind-Spots und Bias‘ zu minimieren bzw. zu verhindern.

6. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen zur Förderung der Frauengesundheit etabliert?

Wir unterscheiden Gesundheitsbedarfe nicht nach Geschlecht, sondern schaffen Rahmenbedingungen, die für alle Menschen gesundheitsförderlich wirken – und damit selbstverständlich auch frauenspezifische Themen abdecken. Grundsatz ist: wer, aus welchen Gründen auch immer, krank oder gesundheitlich nur eingeschränkt einsatzfähig ist, soll schnellst- und bestmöglich wieder gesund und einsatzfähig werden.

Dazu gehören dann flexible Arbeitsmodelle, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten in belastenden Phasen, Zugriff auf externe Coaching‑ und Beratungsangebote, sowie eine Arbeitsorganisation, die Erholungsphasen ernst nimmt. Gerade weil wir Gesundheit als Teil einer respektvollen Kultur verstehen, entstehen Lösungen, die Frauen wie Männern gleichermaßen gerecht werden – ohne Stereotype oder Sonderrollen.

7. Wie fördern Sie eine Kultur, in der Diskriminierung, Sexismus und Mikroaggressionen aktiv adressiert und verhindert werden?

Wir leben eine Kultur, die auf Respekt, Mündigkeit und Verantwortungsübernahme basiert. Diskriminierung, Sexismus oder Mikroaggressionen widersprechen unseren Grundsätzen fundamental – und werden deshalb nicht toleriert. Dafür sorgen stringente Richtlinien, klare Meldewege, transparente Klärungsprozesse und eine konsequente Haltung unserer Führungskräfte. Wir fördern offene Dialoge, adressieren Spannungen frühzeitig und schaffen Räume, in denen Mitarbeitende sich sicher äußern können. Entscheidend ist: Bei uns sind solche Themen keine „HR‑Agenda“, sondern Teil unseres gemeinsamen Anspruchs, ein fairer und menschlicher Arbeitsplatz zu sein.

8. Welche Rolle spielen regionale Besonderheiten wie Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder kulturelle Prägungen für Ihre Unternehmenskultur? Und welche konkreten Maßnahmen leiten Sie daraus ab, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Regionale Besonderheiten spielen für uns als Beratung – und damit auch für unsere Unternehmenskultur – nur eine untergeordnete Rolle. Denn als Beratungsunternehmen begleiten wir unsere Klienten deutschlandweit, was naturgemäß Reisetätigkeit einschließt. Und wenn Mobilität ohnehin ein zentraler Bestandteil unseres Arbeitsalltags ist, dann liegt es nahe, aus dieser Realität eine Stärke zu machen: Wir ermöglichen unseren Mitarbeitenden eine freie Wohnortwahl innerhalb Deutschlands und richten unsere Organisation, Arbeitsweise, Infrastruktur und kulturellen Haltungen konsequent darauf aus.

So schaffen wir ein Umfeld, das uns trotz demografischem Wandel und zunehmendem Wettbewerb um Fachkräfte attraktiv und anschlussfähig hält. Unsere Kultur bleibt dabei unser wichtigster Kompass: Vertrauen, Mitunternehmerschaft, Teaming und Wertschätzung bilden das Fundament unserer Zusammenarbeit – unabhängig davon, in welcher Stadt oder Region jemand lebt. Entscheidend ist nicht der Ort, sondern die gemeinsame Haltung und die Kultur, die uns verbindet.

 

9. Welche Maßnahmen unterstützen Mitarbeitende dabei, Arbeitsbelastung und Reisetätigkeit gesund zu bewältigen?

Die Anforderungen unserer Beratungsbranche sind hoch – und genau deshalb haben wir mit unserem Smart Work Konzept einen Rahmen geschaffen, der Leistung, Gesundheit und persönliche Lebensrealität intelligent miteinander verbindet. Das Konzept basiert auf klaren Prinzipien: maximale räumliche Flexibilität, bewusster Umgang mit Reisen und der Anspruch, Arbeit dort stattfinden zu lassen, wo sie sinnvoll, machbar und gesund ist. Wir arbeiten ohne festen Arbeitsplatz, mit freier Wohnortwahl innerhalb Deutschlands und mit flexiblen Arbeitsorten – vom Homeoffice über „beim-Kunden-vor-Ort“ bis zum Coworking Space. Reisen minimieren wir konsequent und unternehmen sie im Wesentlichen nur dann, wenn es Kundenanforderung oder Team‑Socializing wirklich erfordert. Jeder Besuch im Büro erfolgt bewusst und nicht aus Gewohnheit, wodurch wir Pendelzeiten reduzieren, die Umwelt entlasten und Arbeitsbelastung nachhaltig steuern. Gleichzeitig bieten wir attraktive Unterstützungspakete wie Co‑Working‑Kontingente, BahnCard‑Optionen und Gesundheitsangebote wie den Urban Sports Club an, um Mobilität, Regeneration und persönliche Balance aktiv zu fördern. So entsteht ein Arbeitsmodell, das anspruchsvolle Beratungsarbeit nicht durch Präsenzpflicht, sondern durch kluge, selbstbestimmte Gestaltung ermöglicht – und damit langfristig gesund hält.

Datum der Veröffentlichung: März 2025

Über CPC Unternehmensmanagement AG

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