In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.
Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.
Great Place To Work®: Mit 77% Frauenquote und wiederholter Auszeichnung sind wir gerade für Frauen ein hervorragender Arbeitgeber.
Einstellungskriterien: Wir bevorzugen oder benachteiligen keine Frauen aufgrund von Familienplanungen, Alter oder Stereotypen. Ausschlaggebend sind persönliche und fachliche Eignung.
Gehälter: Vollständig geschlechtsunabhängig durch transparenten Haustarif ohne individuelle Sonderregelungen.
Arbeitszeitmodelle: Zwischen Minijob und Vollzeit ist alles möglich. Arbeitszeitveränderungen können kurzfristig und unbürokratisch umgesetzt werden – für alle Geschlechter.
Führungskräfte: Geschlechterverteilung spiegelt natürliche Verteilung der Gesamtbelegschaft wider. Entscheidend ist ausschließlich fachliche und persönliche Eignung.
Wiedereinstieg nach Elternzeit: Individuell geplant im engen Austausch. Rückkehr in ursprüngliche Position wird ermöglicht – in angepasstem oder gleichem Umfang.
Sicherheit: Umfassendes Sicherheitskonzept mit Deeskalationstrainings, Nähe-Distanz-Schulungen und speziellen Parkplätzen für Spätdienste.
Wir versuchen stets, patriarchale Strukturen zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und aktiv abzubauen. Unser Ziel: kontinuierlich an einer Kultur der Gleichberechtigung und Vielfalt zu arbeiten.
Qualifiziertes, modulares Führungskräftetraining (inhouse):
Flexible Zeitplanung ermöglicht insbesondere Müttern und Vätern mit Betreuungsverpflichtungen eine Teilnahme.
Geschlechter- und familienunabhängige Qualifizierungen:
Fort- und Weiterbildungen werden ohne Berücksichtigung von Geschlecht oder Familienplanung angeboten und gefördert.
Vielfältige Frauenpräsenz in Führungsrollen:
Frauen jeden Alters und in verschiedenen Lebenssituationen sind auf allen Führungsebenen vertreten. Die Möglichkeit zur Rückkehr oder Positionswechsel wird aktiv unterstützt.
Anerkennung und Nutzung individueller Expertisen:
Interne Datenbank mit den Kompetenzen aller Mitarbeitenden, die für das gesamte Netzwerk zugänglich ist.
Für alle Mitarbeitenden unabhängig von Rolle oder Funktion. Ein gebündeltes Kontingent an Termine werden vorgehalten und können auch individuell und bei Bedarf auch kurzfristig mit einer unabhängigen Coachin vereinbart.
Team-Supervision:
Regelmäßige Teamsupervisionen stärken die Zusammenarbeit und unterstützen besonders Führungskräfte in ihrer Rolle.
Unser Unternehmen begleitet den Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit klaren, wertschätzenden und flexiblen Maßnahmen, die sowohl für Mütter als auch für Väter gelten:
Frühe und verbindliche Gespräche:
Nach Bekanntgabe der Schwangerschaft findet ein offizieller Gesprächstermin statt, um mögliche Anpassungen des Einsatzgebiets während der Schwangerschaft zu besprechen. Etwa zur Mitte der Schwangerschaft erfolgt ein weiteres Gespräch, um flexible Wiedereinstiegsmodelle vorzustellen und individuelle Planungen zu ermöglichen.
Wertschätzender Abschied in Elternzeit:
Der Abschied in die Elternzeit wird üblicherweise nach Wunsch und Initative der Mitarbeiterin mit einem kleinen Fest am jeweiligen Arbeitsstandort gefeiert. Während der Elternzeit hält das Kollegium informell – und natürlich ebenfalls nach Wunsch der Eltern, was in aller Regel so ist – Kontakt und lädt sie zu betrieblichen Festivitäten wie Weihnachtsfeiern, Betriebsausflügen oder Hoffesten ein, woran die Mitarbeiterinnen häufigst sogar mit ihren Babies oder Kleinkindern teilnehmen
Geburt und Anerkennung:
Zur Geburt überreichen wir ein wertiges Geschenk und gratulieren herzlich auf sehr individuellen und den Eltern entsprechend. Die neuen Erdenbürger*innen werden sogar namentlich in unserer internen Weihnachtsausgabe als Highlights des Jahres willkommen geheißen und gewürdigt.
Gespräch zum Wiedereinstieg:
Nach der Geburt lädt das Unternehmen die – tatsächlich noch in der Regel – die Mutter, gerne auch mit Baby, zu einem Gespräch mit der Geschäftsleitung, Bereichsleitung und oft auch der Teamleitung ein, um Wünsche und Möglichkeiten für den Wiedereinstieg zu besprechen, da sich diese mit der neuen Elternrolle auch verändern können.
Eltern-Café:
Einmal jährlich laden wir alle Eltern – sowohl Beschäftigte als auch Elternzeitnehmende – mit ihren Kindern zu einem gemeinsamen Eltern-Café ein. Geschäftsleitungen und Bereichsleitungen sind hier als Gastgebenden. Dies verbindet die Mitarbeitenden und bei den Kindern sind durch immer wieder Begegnungen solcher Art schon feste und langlebige Freundschaften entstanden.
Beschäftigung während der Elternzeit:
Auch hier haben wir immer wieder Mütter – und derzeit einen Vater -, die im Rahmen der geltenden Elterngeldregelungen für ein paar Stunden aktiv bei uns beschäftigt werden.
Flexibilität und Gleichbehandlung:
Alle Angebote und Unterstützungen gelten selbstverständlich gleichermaßen für Väter, die Elternzeit in Anspruch nehmen.
Sensibilisierung und Reflexion:
Wir sensibilisieren uns aktiv gegenseitig, fördern eine offene Feedbackkultur und regelmäßige Reflexion zum Thema Unconscious Bias – in Supervisionen, auf Leitungsebene und in Teams. Dies ermöglicht Korrekturen und ein bewussteres Handeln.
Gleichwertigkeit aller Stimmen:
Bei Veranstaltungen, Sitzungen, Ansprechbarkeit auf allen Hierarchieebenen, internen Ausschreibungen und Auswahlprozessen wird sichergestellt, dass jede Stimme gleichwertig gehört, wahrgenommen und ernstgenommen wird und keine Voreingenommenheit z.B. Entscheidung beeinflusst.
Inklusive Sprache:
Wir verwenden ganz bewusst – noch nicht ganz durchgängig, aber sind auf dem Weg – in Wort und Schrift eine inklusive Sprache und leben diese Haltung konsequent, um Vorurteile sprachlich zu vermeiden, ein deutliches Zeichen zu setzen und Diversität sichtbar zu machen.
Beispiele aus der Praxis:
Wir begrüßen Mitarbeitende mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen und ermöglichen auch die Verbesserung der deutschen Sprach bei uns im Tun vor Ort. Geschlechtliche, sexuelle oder religiöse Orientierungen spielen keine Rolle, sofern die Tätigkeit ausgeübt werden kann (z.B. Einschränkungen bei bestimmten Tätigkeiten werden berücksichtigt).
Einladungen zum Bewerbungsgespräch:
Alle Bewerber*innen, die die formalen Qualifikationen erfüllen, werden zu Gesprächen eingeladen – unabhängig von Vorannahmen.
Fortbildungen und Jahresmotto:
Es finden – tatsächlich erst seit Anfang des Jahres, weil wir die Notwendigkeit erkannt haben
Fortbildungen zum Thema „Starke Frauen“ und Geschlechtervielfalt statt. Für das Jahr 2026 ist ein umfangreiches Diversity-Motto mit zahlreichen Maßnahmen geplant, das die Sensibilisierung und Förderung von Vielfalt weiter stärkt.
Praxisnahe Erfahrungen:
Unsere tägliche Arbeit zeigt, dass gängige Zuschreibungen oft nicht zutreffen, was besonders in Führungspositionen zu einem respektvollen und lernbereiten Miteinander beiträgt. Wo dieses Erleben noch nicht stattgefunden hat, jedoch auftaucht, suchen die Mitarbeitenden und Führungskräfte verständige Gespräche, die in unsere Integra Fehler und – Kommunikationskultur gut passen.
n unserer Einrichtung besteht ein hohes Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheitsbedarfe sowie für biologische und psychische Lebensphasen, die Frauen in besonderer Weise betreffen können. Auch wenn noch keine umfassende Strukturierung aller Maßnahmen erfolgt ist, haben wir bereits zahlreiche unterstützende Angebote, die wir hier nennen können:
Möchten Sie mehr über das Unternehmen erfahren?
Erfahren Sie in nur 5 Minuten, wie Sie in 3 Schritten zum „Great Place to Work“ werden!
Als zertifiziertes Unternehmen können Sie an den Great Place To Work® Arbeitgeberwettbewerben teilnehmen. Die besten Unternehmen erhalten das Siegel „Beste Arbeitgeber“ – ein Symbol für exzellente Kultur und maximale Sichtbarkeit.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen