Special Insights: Interviews mit ausgezeichneten Arbeitgebern

In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.

Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.

Grafik Special Insights - Interviews mit ausgezeichneten Unternehmen

Special Insight MBDA Deutschland

Marc Zizmann, Senior Vice President Deputy Managing Director & HR Germany

1. Was bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung für Sie und wie nutzen Sie die Great Place To Work® Auszeichnung, um sich als Arbeitgeber zu positionieren?

Ich empfinde es als Privileg, Teil der MBDA sein zu dürfen. Die Auszeichnung als Great Place to Work ist für mich nicht nur ein Qualitätssiegel nach außen. Sie ist vor allem Ausdruck der Wertschätzung unserer Unternehmenskultur und des Engagements der ganzen Belegschaft.

Die täglich erlebbare Unterstützung in der Zusammenarbeit und die gemeinsamen Erfolge schaffen eine motivierende Arbeitsumgebung, in der jeder mitgestalten kann und darf. Das macht unser Unternehmen zu etwas Besonderem. Wir wollen ein inspirierendes Umfeld bieten, das es allen Kolleginnen und Kollegen ermöglicht, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Gleichzeitig spornt uns die Auszeichnung an, als Arbeitgeber auch in Zukunft attraktive Rahmenbedingungen zu bieten und eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die Raum für individuelle Weiterentwicklung und persönliches Wachstum bietet.

2. Was sind aktuell für Sie die größten Herausforderungen, um ein sehr guter Arbeitgeber zu bleiben?

Wie schon im vergangenen Jahr wollen wir auch 2026 weiterwachsen und viele neue Talente bei uns willkommen heißen. So ist es eine unserer zentralen Aufgaben, die neuen Kolleginnen und Kollegen schnell und nachhaltig in unser Team zu integrieren. Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass sich auch bestehende Mitarbeitende in diesem Veränderungsprozess von Anfang an gut abgeholt und eingebunden fühlen.

Darüber hinaus bewegen wir uns in einem dynamischen Umfeld, das durch Digitalisierung, technologische Innovationen und neue Arbeitsmodelle geprägt ist. Als Arbeitgeber ist es unser Anspruch, den Wandel nicht nur zu begleiten, sondern aktiv voranzutreiben. Das bedeutet auch, unsere Mitarbeitenden auf diesem Weg zu befähigen, sei es durch Weiterbildungsangebote oder die Förderung von Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien wie künstliche Intelligenz.

3. Was sind die wichtigsten Maßnahmen, die Sie aufgesetzt haben, um ein Great Place to Work zu sein?

Wertschätzende Zusammenarbeit ist uns sehr wichtig und die Basis des Unternehmenserfolgs. Wir nehmen die Belange unserer Belegschaft ernst und verstehen den „Great Place To Work®”-Wettbewerb nicht als Marketingmaßnahme. Die Ergebnisse nutzen wir, um uns zu hinterfragen und um Handlungsfelder zu identifizieren. Der Arbeitgeberwettbewerb ist Teil eines fortwährenden, dynamischen Prozesses, in dem wir kontinuierlich lernen, uns weiterzuentwickeln. Dabei gibt es nicht „die eine“ perfekte Maßnahme, die uns zu einem ausgezeichneten Arbeitgeber macht, sondern es ist vielmehr das Gesamtpaket.

Nicht der Arbeitgeber, sondern alle unsere Kolleginnen und Kollegen machen uns zu einem Great Place to Work. Daher bieten wir eine Vielzahl an Programmen an, die Gesundheit, persönliche Entwicklung und eine ausgewogene Work-Life-Balance unterstützen. Wir setzen uns mit Initiativen zu Chancengleichheit und Gender-Diversity aktiv für Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion ein, um ein Umfeld zu schaffen, in dem jede Stimme gehört wird und sich alle Mitarbeitenden geschätzt fühlen. Insbesondere legen wir großen Wert auf eine transparente und offene Kommunikation und haben hierfür vielfältige Dialogformate initiiert, um alle Kolleginnen und Kollegen mitzunehmen und die Identifikation mit unseren Unternehmenszielen zu stärken.

All diese Beispiele sind nur ein kleiner Auszug unseres Maßnahmenpakets, mit dem wir eine offene und vertrauensvolle Arbeitskultur fördern. Für uns gilt: Ein Great Place to Work zu sein bedeutet niemals stillzustehen, sondern achtsam zu sein und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.

4. Warum ist aus Ihrer Sicht Ihr Unternehmen ein sehr guter Arbeitsplatz für Frauen?

Die Förderung von Gender Diversity ist uns seit Jahren ein zentrales Anliegen. Wir setzen uns aktiv für Gleichstellung und Inklusion ein und streben auf allen Ebenen unseres Unternehmens ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis an. Mit unserer Initiative „30by30“ wollen wir bis 2030 konzernweit einen Frauenanteil von 30% erreichen und bis 2028 den Anteil von Frauen in Führungspositionen bei der MBDA Deutschland weiter deutlich erhöhen. Mit zahlreichen konkreten Einzelmaßnahmen zahlen wir systematisch und gemeinschaftlich auf dieses Ziel ein. Unsere Initiativen greifen dabei ineinander und unterstützen die Zielerreichung entlang des gesamten Employee Life Cycles – vom Recruiting, über Personalmarketing bis hin zu Talentmanagement oder der Personalplanung.

Unsere Netzwerke wie „Space2B“ auf nationaler sowie „Inspiring Women“ auf internationaler Ebene verbinden Frauen mit Frauen, fördern Austausch, Sichtbarkeit und gegenseitige Unterstützung. Ergänzend bieten wir gezielte Entwicklungsprogramme wie „Frauen in Führungspositionen“, das „Female Leadership Programm“ oder „Empowering Women by MBDA“ an. Zudem haben wir uns einer 25%-Frauen-Quote bei allgemeinen Entwicklungsprogrammen bei MBDA verpflichtet, um Chancengleichheit strukturell zu verankern.

Ganz selbstverständlich für uns sind Themen wie Equal Pay und die Möglichkeit zur besseren Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es insbesondere Frauen, Karriere und persönliche Lebenssituation gut miteinander zu verbinden – ohne Nachteile in der individuellen Weiterentwicklung.

5. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen zur Förderung der Frauengesundheit etabliert?

Die letzten Veranstaltungen unserer Netzwerke „Space2B“ und „Inspiring Women“ haben aufgezeigt, dass unsere Kolleginnen insbesondere im Bereich mentale Gesundheit einen erhöhten Bedarf sehen. Aktuell entwickeln wir daher ein umfassendes Angebot zur Gesundheitsförderung für unsere weiblichen Mitarbeitenden. Bereits Ende März starten wir hierzu eine dreimonatige Kampagne zum Thema Mental Health mit Informationsveranstaltungen, Impulsvorträgen und einem achtwöchigen Entspannungskurs.

In den kommenden Monaten werden wir das Angebot um weitere Schwerpunkte der Frauengesundheit erweitern. Zusätzlich stellen wir kostenfreie Hygieneartikel an unseren Standorten zur Verfügung.

Alle Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit von ED&I und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, welches der Betriebsart verantwortet, umgesetzt und weiterentwickelt.

6. Wie fördern Sie eine Kultur, in der Diskriminierung, Sexismus und Mikroaggressionen aktiv adressiert und verhindert werden?

Eine respektvolle Unternehmenskultur beginnt für uns bei klarer Haltung und konsequentem Vorleben – insbesondere durch unsere Führungskräfte. Seit vielen Jahren setzen wir uns daher auf HR- und Geschäftsleitungsebene intensiv mit diesen Themen auseinander. Grundlage unseres Handelns bei MBDA sind klar kommunizierte Werte sowie unser verbindlicher, international gültiger Ethikkodex, der für alle unsere Mitarbeitenden gilt und als Leitlinie für unser tägliches Tun und Handeln fungiert. Natürlich nutzt es nichts, diese Verhaltensweisen nur auf Papier zu definieren – denn eine jede Kultur ist nur so stark wie sie eben vorgelebt und eingefordert wird.

Über die Jahre haben wir zahlreiche Formate etabliert, die den respektvollen Umgang miteinander – ebenso wie mit Kunden, Lieferanten und Partnern – stärken. Insbesondere im letzten Jahr haben wir standortübergreifend vielzählige ED&I-Workshops für unsere Führungskräfte durchgeführt, mit bewusstem Fokus auf eine respektvolle Unternehmenskultur und die Förderung einer Speak-Up-Kultur. Sensibilisierung und Auffrischung erfolgen konsequent in regelmäßigen Abständen. Zudem planen wir im Jahr 2026 eine ganzheitliche ED&I-Kampagne für alle Mitarbeitenden, um für diese Themen noch mehr Bewusstsein zu schaffen.

Damit mögliche Vorfälle oder Grenzüberschreitungen frühzeitig angesprochen werden können, bieten wir unseren Mitarbeitenden mehrere unabhängige Anlaufstellen an:

Für Fälle besonderer oder internationaler Trageweite steht unseren Kolleginnen und Kollegen die internationale Integrity Line zur Verfügung, für nationale Belange zum Thema „Harassment“ haben wir im letzten Jahr eine weisungsunabhängige Vertrauensperson für Deutschland implementiert und auch der Betriebsrat sowie unsere Sozialberaterin nehmen sich den Anliegen unseren Mitarbeitenden jederzeit an. Darüber hinaus kommt unserer Compliance Abteilung eine besondere Rolle zu: Sie prüft eingehende Hinweise unabhängig und stellt sicher, dass mögliche Verstöße konsequent und nach klar definierten Prozessen bearbeitet werden. Durch dieses umfassende Angebot an Anlaufstellen und Kontaktpersonen möchten wir unsere Mitarbeitenden ausdrücklich ermutigen, Vorfälle offen anzusprechen und sicher zu melden – wir wollen damit ein deutliches Signal senden: Wer Diskriminierung oder Fehlverhalten erlebt oder beobachtet, soll sich jederzeit geschützt und ernstgenommen fühlen.

Datum der Veröffentlichung: März 2025

Über MBDA Deutschland

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