Special Insights: Interviews mit ausgezeichneten Arbeitgebern

In unserer Interviewreihe „Special Insights“ lassen wir ausgezeichnete Arbeitgeber selbst zu Wort kommen. Hier teilen sie, was die Auszeichnung als Great Place To Work® für sie bedeutet, wie sie ihre Arbeitsplatzkultur gestalten und was sie ausmacht.

Die Unternehmen geben nicht nur Einblicke in ihre größten Erfolge und Herausforderungen, sondern auch in die Maßnahmen, die sie zu einem attraktiven Arbeitgeber machen. Neben zentralen Fragen zur Unternehmenskultur setzen die Teilnehmenden individuelle Schwerpunkte und berichten über Themen, die ihre Arbeitgebermarke besonders prägen.

Grafik Special Insights - Interviews mit ausgezeichneten Unternehmen

Special Insight Merz Therapeutics GmbH

Florian Marquardt, Head of Global HR, Merz Therapeutics GmbH und Marie Smakolli, Team Lead Global HR Excellence, Merz Therapeutics GmbH

1. Was bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung für Sie und wie nutzen Sie die Great Place To Work® Auszeichnung, um sich als Arbeitgeber zu positionieren?

Für uns bedeutet die Great Place To Work® Auszeichnung vor allem eines: eine sehr ehrliche Rückmeldung unserer Mitarbeitenden. Wir können jeden Tag darüber sprechen, was uns wichtig ist – Vertrauen, Respekt, Zugehörigkeit –, aber am Ende zählt, wie unser Team diese Werte wirklich erlebt. Dass 94 % unserer Mitarbeitenden sagen ‘Taking everything into account, this is a great place to work’ ist ein starkes Signal dafür, dass wir nicht nur über Kultur reden, sondern diese tatsächlich leben – und das in 10 Ländern weltweit. Darauf sind wir wirklich stolz.

Die GPTW®-Auszeichnung hilft uns außerdem, nach außen sichtbar zu machen, wer wir als Arbeitgeber sind. Sie ist kein reines Siegel, sondern ein Spiegel dessen, wie wir miteinander arbeiten: offen, wertschätzend und mit echtem Interesse daran, dass Menschen sich weiterentwickeln können. Wir setzen die GPTW®-Zertifizierung ganz bewusst ein, weil sie auf echten Stimmen basiert – nicht auf Hochglanzversprechen. Für potenzielle Bewerbende ist das ein glaubwürdiger Einblick, und für uns ist es eine Verpflichtung, die Kultur, die dahintersteht, jeden Tag weiter zu pflegen.

2. Warum ist Ihr Unternehmen ein ausgezeichneter Arbeitgeber für Frauen?

Was uns besonders auszeichnet, ist, dass Gleichberechtigung bei uns nicht als Ziel formuliert wird, sondern als gelebte Realität beginnt. Unsere weltweite Frauenquote von über 65% spricht für sich – und zeigt, wie selbstverständlich Diversität bei uns ist.  Selbst unser Management Team besteht zu fast 50% aus Frauen, genauso sind die Führungspositionen durch alle Ebenen hinweg gleichberechtigt besetzt.

Unsere GPTW®-Ergebnisse belegen das. Hohe Werte in Fairness, Respekt und Glaubwürdigkeit zeigen, dass Frauen – und auch alle anderen Mitarbeitenden – ein Umfeld finden, in dem sie sich entwickeln, sichtbar werden und erfolgreich sein können. Gleichzeitig investieren wir bewusst in Rahmenbedingungen, die Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützen – unabhängig von Standort, Familienmodell oder Karrierelevel.

3. Welche konkreten Programme hat Ihr Unternehmen umgesetzt, um die Aufstiegschancen von Frauen in Führungspositionen zu stärken?

Unsere Entwicklungsprogramme richten sich nicht ausschließlich an Frauen – und genau das macht sie wirkungsvoll. Wir glauben daran, jede Person individuell zu betrachten, Stärken sichtbar zu machen und objektive Chancen zu schaffen. Dafür haben wir ein Bündel an globalen und lokalen Maßnahmen aufgebaut.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • together@merztx, unser globales Inclusion Framework, das Menschen miteinander verbindet, Austausch fördert und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar macht.
  • Leadership Development Journeys, die weltweit Zugang zu hochwertigen Trainings bieten und Führungskompetenzen systematisch aufbauen.
  • Compassionate Candor, unser Framework für ehrliches, respektvolles Feedback – ein wichtiges Werkzeug, um sich zu zeigen, zu wachsen und Raum einzunehmen.
  • Nachfolge- und Talentprozesse, die objektiv und frei von Bias funktionieren.
  • Employee Resource Groups, z.B  Women in Science in Nordamerika, die gezielte Räume für Mentoring und Empowerment schaffen.

All diese Maßnahmen stärken Sichtbarkeit, fördern individuelle Karrieren und stellen sicher, dass Fähigkeiten und Potenziale zählen – nicht Geschlecht oder Herkunft.

4. Wie gestaltet Ihr Unternehmen den Wiedereinstieg von Frauen nach der Elternzeit?

Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist ein sehr sensibler Moment – persönlich wie beruflich. Deshalb begleiten wir ihn bewusst und strukturiert. Wir bieten flexible Arbeitszeit- und Arbeitsmodelllösungen, die den Übergang erleichtern. Schon vor der Rückkehr führen wir individuelle Gespräche, in denen wir Erwartungen, Belastbarkeit und Wünsche besprechen.

Besonders wichtig ist uns ein strukturiertes Onboarding-after-Leave, das Transparenz schafft und den Wiedereinstieg Schritt für Schritt planbar macht. Dazu kommen je nach Standort familienfreundliche Benefits und lokale Unterstützungsangebote. Unser Ziel ist, dass sich alle Eltern – besonders Frauen – willkommen, wertgeschätzt und gut vorbereitet fühlen.

5. Wie geht Ihr Unternehmen mit unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias) im Recruiting und bei Beförderungen um?

Uns ist bewusst, dass Unconscious Bias bzw. unbewusste Vorurteile jede Organisation betreffen können. Daher sprechen wir sehr offen darüber und bauen Recruiting- und Talentprozesse so, dass sie objektiv, transparent und vergleichbar sind. Wir konzentrieren uns konsequent auf die Individualität der einzelnen Person und die einhergehenden Fähigkeiten, das Potenzial und die kulturelle Passung – nicht auf Lebensläufe oder äußere Faktoren.

Für uns ist es entscheidend, klare Strukturen und transparente Bewertungskriterien zu haben, damit Entscheidungen wirklich fair und objektiv getroffen werden können. Gleichzeitig schauen wir immer auf den Menschen hinter der Rolle. Jede Person bringt unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven mit – und genau das wollen wir sichtbar machen und fördern.

Konkret bedeutet das:

  • Strukturierte Interviews mit klaren Kompetenzprofilen
  • Case Studies, die echte Fähigkeiten sichtbar machen – nicht nur die Historie
  • Cross-funktionale Interview- und Kalibrierungsrunden, die vielfältige Perspektiven einbeziehen
  • Transparente Talent- und Performanceprozesse
  • 360°-Feedback, um ein ausgewogenes Bild zu schaffen
  • Dezidierte Trainingsangebote zu Unconscious Bias für verschiedene Mitarbeitendengruppen

Diese Standards helfen uns, faire Entscheidungen zu treffen und Bias systematisch zu reduzieren.

6. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen zur Förderung der Frauengesundheit etabliert?

Wir betrachten Frauengesundheit ganzheitlich – physisch, mental und sozial. Unser Employee Assistance Programm etwa deckt eine Vielzahl an Gesundheitsbedürfnissen ab, egal ob Mental-Health-Support, die Suche nach FachärztInnen oder Betreuungslösungen. Dazu kommen flexible Arbeitsgestaltungen, die dabei helfen, Belastung zu reduzieren und Familie, Pflege und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Zudem investieren wir in Awareness-Initiativen rund um Themen, die oft im Verborgenen bleiben. Über together@merztx schaffen wir Räume, in denen sich Mitarbeitende austauschen, verstanden fühlen und Unterstützung finden können – unabhängig von Lebensphase oder Standort.

7. Wie fördern Sie eine Kultur, in der Diskriminierung, Sexismus und Mikroaggressionen aktiv adressiert und verhindert werden?

Für uns ist klar: Diskriminierendes Verhalten hat in unserer Kultur keinen Platz! Deshalb haben wir eindeutige, global gültige Verhaltensstandards – insbesondere unseren Code of Conduct. Dazu kommt unser Feedback-Framework Compassionate Candor, das Mitarbeitende dabei unterstützt, Themen frühzeitig, respektvoll und klar anzusprechen.

Wir bieten vertrauliche Meldewege, regelmäßige Lernangebote und stärken die Rolle der Führungskräfte, die aktiv Verantwortung für ein inklusives, sicheres Umfeld übernehmen. Unsere GPTW®-Werte in den Bereichen Respekt, Fairness und Credibility bestätigen uns, dass diese Kultur auch im Alltag gelebt wird.

8. Welche Rolle spielen regionale Besonderheiten wie Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder kulturelle Prägungen für Ihre Unternehmenskultur? Und welche konkreten Maßnahmen leiten Sie daraus ab, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Regionale Gegebenheiten wie Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder kulturelle Standards beeinflussen natürlich die Erwartungen unserer Mitarbeitenden. Deshalb setzen wir auf eine Mischung aus globalen Werten und lokaler Flexibilität. Das betrifft Arbeitsmodelle, Benefits, Entwicklungsangebote und den Umgang mit lokalen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Dass wir in mehreren Ländern regionale GPTW®-Zertifizierungen erhalten haben – in den meisten sogar wiederholt – zeigt uns, dass wir die lokalen Bedürfnisse ernst nehmen. Wir bleiben flexibel, kulturell sensibel und gleichzeitig global verbunden. Das macht uns in Frankfurt genauso attraktiv wie in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz oder in Raleigh (US).

Datum der Veröffentlichung: März 2026

Über Merz Therapeutics GmbH

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