Vertrauen in die Führungskräfte fördert die Innovationskultur der besten Arbeitgeber der Welt

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Ted Kitterman

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Wenn Mitarbeiter sagen, dass sie viele Freiräume haben, neue und bessere Arbeitsbedingungen zu entwickeln, sind sie zu 82 % eher bereit, KI einzusetzen.

Für globale Unternehmen ist die Fähigkeit zur Innovation und Weiterentwicklung in Zeiten generativer KI eine entscheidende Herausforderung.  

In einer Studie von Accenture aus dem Jahr 2024 wurde zwar festgestellt, dass 81 % der Unternehmen KI als eine wichtige Möglichkeit sehen, um sich selbst neu zu erfinden. Das bedeutet allerdings nicht, dass Mitarbeitende an der Basis dies genauso sehen. Nur 51 % der Mitarbeitenden weltweit sind begeistert von der Nutzung von KI zur Verbesserung ihrer Arbeit. Lediglich 45 % glauben, dass ihr Unternehmen KI auf eine Art und Weise nutzen wird, die für sie von Vorteil ist. Dies zeigt eine weltweite Umfrage von Great Place To Work® unter fast 43.000 Mitarbeitenden. 

Um die Zurückhaltung und das geringe Vertrauen der Mitarbeiter zu überwinden, sind Unternehmen im Vorteil, deren Mitarbeiter ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Führungskräfte haben. Wenn die Mitarbeiter Vertrauen in ihre Führungskräfte haben, ist es viel wahrscheinlicher, dass sie innovativ sind und wachsen. 

Great Place To Work fand heraus, dass Mitarbeiter, die großes Vertrauen in ihre Führungskräfte haben, mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit angeben, dass sie viele sinnvolle Möglichkeiten haben, sich an Innovationen zu beteiligen. 

Erlebnisse, die Vertrauen schaffen 

Eine Arbeitsplatzkultur, die dazu führt, dass Mitarbeitende ihren Führungskräften mehr Vertrauen entgegenbringen, ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Unternehmen auf der Fortune World’s Best Workplaces™ Liste. 

Es gibt Unterschiede, welche konkreten Erfahrungen im Arbeitsalltag das wahrgenommene Vertrauen in Führungskräfte prägen:  

  • In Asien ist es vor allem wichtig, dass Mitarbeitende das Gefühl haben, dass sich Führungskräfte nicht nur als Mitarbeitende als Arbeitskraft interessieren. Es geht ihnen auch um die Wertschätzung als Person. Mitarbeitende die das Gefühl haben, dass sich die Führungskräfte für ihre Lebenssituation und Interessen außerhalb der Arbeit sowie für ihren Beitrag zum Unternehmen interessierten, haben sie mit 42 % höherer Wahrscheinlichkeit ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Führungskräfte. 
  • In Europa hatten die Mitarbeiter mehr als doppelt so viel Vertrauen in ihre Führungskräfte, wenn Führungskräfte ehrliche und ethische Geschäftspraktiken haben und die Grundwerte des Unternehmens vorleben.  
  • In Lateinamerika haben die Mitarbeiter 60 % mehr Vertrauen, wenn das Management Erwartungen klar formuliert.  
  • In den USA und Kanada haben die Mitarbeiter aufgrund fairer Beförderungspraktiken zu 59 % mehr Vertrauen in ihre Führungskräfte. Auch in Afrika vertrauen 67 % der Mitarbeiter ihren Führungskräften, wenn sie Fairness bei Beförderungen erleben.  

In allen genannten Punkten übertreffen die Unternehmen auf der Liste der World’s Best Workplaces durchschnittliche Unternehmen dramatisch. 

In den Unternehmen auf der Liste gaben verglichen mit einem typischen Arbeitsplatz 55 % mehr Mitarbeitende an, dass Führungskräfte Interesse für Mitarbeitende als Person zeigen und nicht nur als Arbeitskraft. 48 % mehr Mitarbeitende geben an, dass die oberen Führungskräfte ihres Unternehmens die Unternehmenswerte vorleben.  

An den durchschnittlichen Arbeitsplätzen weltweit geben weniger als die Hälfte der Beschäftigten an, dass es bei Beförderungen gerecht zugeht, was die World’s Best Workplaces um 60 % übertreffen. 

Wenn Mitarbeitende in die Innovation einbezogen werden, wächst die Begeisterung für KI 

Die Erfahrungen, die Mitarbeitende dazu bringen, sich an Innovationen zu beteiligen, sind von unschätzbarem Wert für Unternehmen, die neue Technologien wie generative KI erfolgreich einbringen wollen.  

Sehr gute Arbeitgeber schaffen eine Innovationskultur, die allen Mitarbeitern Lernmöglichkeiten bietet und die gesamte Belegschaft dazu ermutigt, Ideen zur Verbesserung der Leistung und des Erfolgs des Unternehmens beizutragen. Wenn Mitarbeiter sagen, dass sie viele sinnvolle Möglichkeiten zur Innovation haben, sind sie mit 82 % höherer Wahrscheinlichkeit bereit, KI einzusetzen.  

Die Begeisterung der Mitarbeiter könnte die Reibungsverluste, die Unternehmen bei der Einführung neuer KI-Tools haben, erheblich verringern. Die Basis hierfür ist eine Vertrauenskultur. 

Bei der Allianz, Platz xx auf der Liste der weltbesten Arbeitgeber, führt man beispielsweise schon im achten Jahr die Initiative VOICE durch, um eine große Vielfalt von Mitarbeitenden an der Weiterentwicklung einer Kultur von Vertrauen, Engagement und Unternehmergeist zu beteiligen. Mit der Initiative wird ein „Can-do“ Spirit erzeugt, der alle Teilnehmenden ansteckt. Schwerpunktthemen im Jahr 2024 sind mentale Gesundheit, Verständnis für die Strategie, Produktentwicklung und Freiwilligenarbeit.  

DHL Express, Platz 2 und seit vielen Jahren auf der Liste der weltweit besten Arbeitgeber vertreten, hat mit der Initiative Campfire mehr als 1.000 spannende Digitalisierungsinitiativen generiert. Auf der ganzen Welt arbeiten Mitarbeitende an Digitalisierungsthemen. Sie teilen ihre Erfahrungen und Ergebnisse auf der globalen Plattform Campfire. Das Management zeichnet jedes Jahr die besten Initiativen aus.  

Vertrauenswürdige Führungskräfte sind das Element, das Innovationen ermöglicht und somit die Leistungsfähigkeit des Unternehmens vorantreibt – sie sind ein entscheidender Baustein bei der Einführung von KI und der Zukunft der Arbeit.  

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