Warum die Great Place To Work® Benchmarks der Schlüssel zu aussagekräftigen Mitarbeiterbefragungen sind

Mitarbeiterbefragung Benchmarks

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Dr. Karsten Schulte-Deußen

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Eine Mitarbeiterbefragung entfaltet ihren vollen Nutzen erst dann, wenn die Ergebnisse richtig eingeordnet und interpretiert werden. Genau hier kommen valide Benchmarks ins Spiel. Sie zeigen, ob ein Ergebnis stark, durchschnittlich oder kritisch einzuschätzen ist und ermöglichen eine evidenzbasierte Personalentscheidung. Doch welche Benchmarks sind hilfreich – und welche führen eher zu verzerrten Einschätzungen und Ableitungen? In diesem Artikel erfahren Sie, warum die Benchmarks von Great Place To Work® für Ihre geplante Mitarbeiterbefragung besonders geeignet sind – und welche Möglichkeiten Ihnen damit offenstehen.

Benchmarks sind unverzichtbar, um Befragungsergebnisse einzuordnen

Ohne externe Vergleichswerte bleibt unklar, ob Ihre Ergebnisse gut, kritisch oder branchenüblich sind. Themen wie GehaltKarrierechancen oder Work‑Life‑Balance werden erfahrungsgemäß kritischer bewertet als etwa Teamgeist oder Zusammenarbeit.

Ein Benchmark liefert Ihnen eine klare Orientierung:

  • Wo stehen wir im Vergleich zum Markt?
  • Welche Ergebnisse sind tatsächlich alarmierend?
  • Welche Werte gelten als überdurchschnittlich oder exzellent?
  • Wo besteht konkreter Handlungsbedarf?

Ohne Benchmarks bleibt die Interpretation subjektiv und wichtige Erkenntnisse gehen verloren.

Der weit verbreitete Irrtum bei Benchmarks: „Je spezifischer, desto besser“

Viele Unternehmen wünschen sich einen Benchmark, der möglichst exakt zu ihnen passt – gleiche Branche, gleiche Größe, gleiche Region. Das klingt nachvollziehbar, hat aber zwei entscheidende Nachteile:

1. Diese Benchmarks beruhen meist auf sehr wenigen Vergleichsunternehmen.

Sie sind dadurch nicht repräsentativ und spiegeln nur einen eng begrenzten Ausschnitt des Marktes wider.

2. Sie zeigen nicht, was wirklich „exzellent“ ist.

Ein Durchschnittswert hilft nicht dabei zu erkennen, ob Ihr Ergebnis tatsächlich überdurchschnittlich gut ist oder welche Kennzahlen echte Spitzenleistungen abbilden. Ein Benchmark, der nur Durchschnittswerte liefert, hilft nicht bei der Frage, ob ein Ergebnis auf einem Niveau ist, das messbare Effekte auf Engagement, Fluktuation, Krankenstand oder Profitabilität hat.

Der einzige Vorteil sehr enger Benchmarks liegt oft in ihrer internen „Verkaufsfähigkeit“ – da niemand befürchten muss, „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen. Inhaltlich sind sie jedoch häufig wenig belastbar.

Gute Benchmarks berücksichtigen Branchen und Unternehmensgröße sowie das Potenzial für Exzellenz

Um Befragungsergebnisse korrekt einzuordnen und handlungsfähig zu machen, braucht es valide, breit aufgestellte und statistisch robuste Vergleichswerte. Die Benchmarks von Great Place To Work® erfüllen diese Anforderungen konsequent.

1. Unternehmensgröße berücksichtigen

Kleinere Unternehmen erzielen in Mitarbeiterbefragungen oft höhere Werte bei Themen wie Teamgeist und Nähe zur Führung. Ein Benchmark sollte daher Größenklassen abbilden.

2. Branchenunterschiede sichtbar machen

Jede Branche hat ihre typischen Strukturen und Herausforderungen. Zum Beispiel:

  • Gesundheitswesen: hohe Belastung und Schichtarbeit
  • Industrie: begrenzte Flexibilität in der Gestaltung von Arbeitszeiten und spezielle Arbeitsbedingungen
  • Wissensintensive Branchen: oft höhere Zufriedenheit durch größere Autonomie

Ein Branchen-Benchmark sollte Unterschiede in Mitarbeiterbefragungen sauber abbilden.

3. Klare Bewertung von kritisch bis exzellent

Unsere Benchmarks ordnen Ergebnisse nicht nur nach Durchschnitt, sondern zeigen:

  • ab welchem Wert ein Ergebnis kritisch ist
  • was als guter Standard gelten kann
  • welches Niveau „exzellent“ bedeutet

So verstehen Sie auf einen Blick, wo Ihr Unternehmen wirklich steht und wo Ihr Handlungsbedarf liegt.

4. Große und belastbare Datenbasis

Erst durch eine ausreichend breite Basis, mindestens mit Daten von 50 und mehr Unternehmen entstehen verlässliche Vergleichswerte. Das verhindert individuelle Verzerrungen und sorgt für echte Aussagekraft.

Die Great Place To Work® Benchmark Systematik: Von Best Workplaces bis Marktvergleich

Die Benchmarks von Great Place To Work® erfüllen genau diese Kriterien und werden daher als besonders valide und strategisch wertvoll angesehen.

Die Datenbasis ist sehr umfassend: Jedes Jahr führen weltweit ca. 21.000 Unternehmen mit über 20 Millionen Beschäftigten eine Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung durch. In Deutschland sind es rund 1.000 Unternehmen mit rund 340 Tausend Mitarbeitenden.

Great Place To Work® Benchmarks bieten sowohl Orientierung als auch die Möglichkeit, gezielte Verbesserungsschritte einzuleiten – und den Erfolg messbar zu machen. Sie umfassen:

1. Beste‑Arbeitgeber‑Benchmarks

  • Deutschland, Branchen, Regionen: Zertifizierte und als Beste Arbeitgeber ausgezeichnete Organisationen
  • nach Unternehmensgröße differenziert
  • hohe Glaubwürdigkeit und starke Signalwirkung für interne wie externe Kommunikation
  • besonders geeignet für Unternehmen, die ihre Arbeitgebermarke wirksam positionieren wollen
  • ebenso geeignet für Unternehmen, die die Ambition haben, eine Kultur zu schaffen, die einen Wettbewerbsvorteil darstellt: sowohl in Bezug auf die Gewinnung und Bindung von Talenten als auch in Sachen Leistungsfähigkeit und Resilienz

2. Repräsentative Marktbenchmarks

  • Darstellung der deutschen Unternehmenslandschaft, optional sind auch internationale Benchmarks verfügbar
  • klare Einordnung von kritisch bis exzellent
  • differenziert nach Branche und Größe
  • besonders geeignet für strategische Personal‑ und Organisationsentwicklung

Damit erhalten Sie eine präzise Orientierung für Ihre geplante Mitarbeiterbefragung:
Sie sehen, wo Ihre Stärken liegen, wo Sie Verbesserungspotenzial haben und wie Ihr Unternehmen im tatsächlichen Wettbewerb um Fachkräfte abschneidet.

Individuelle Benchmarks als mögliche Ergänzung

Ergänzend sind auch individuelle Benchmarks möglich, die sich auf eine sehr spezifische Branche, Region oder Unternehmensgrößenklasse beziehen.
Solche Vergleiche sind dann sinnvoll, wenn in der Branche ein regionales Cluster mit ausreichend Datenbasis besteht, zum Beispiel in der Finanzbranche in Frankfurt.
Bei engem Benchmarking gilt jedoch: Nur mit genügend Datendichte liefern diese Werte wirklich belastbare Orientierung.

Darüber hinaus sollten sich Unternehmen gut überlegen, inwieweit ein individueller Benchmark tatsächlich für sie Relevanz hat:

Der Arbeitsmarkt hat sich stark geöffnet – Mitarbeitende wechseln heute oft über Branchen hinweg, nicht mehr ausschließlich innerhalb ihrer Branche. Aus HR‑Perspektive ist daher meist ein weit gefasster Branchen-Benchmark aussagekräftiger, also der Vergleich mit den Unternehmen, mit denen Sie tatsächlich um Fachkräfte konkurrieren.
Hinzu kommt: Regionale Unterschiede haben durch Remote‑Work und Homeoffice an Bedeutung verloren.

Fazit: Warum sich unsere Benchmarks für Sie lohnen

Eine gute Mitarbeiterbefragung steht und fällt mit der Qualität ihrer Vergleichsdaten.
Die Benchmarks von Great Place To Work® liefern Ihnen genau das Fundament, das Sie brauchen – repräsentativ, valide und strategisch nutzbar.

Ob Sie sich für eine breite Marktübersicht entscheiden oder eine passgenaue Brancheneinordnung wünschen:
Unsere Benchmarks ermöglichen Ihnen eine verlässliche Standortbestimmung, unterstützen Ihr Kultur‑ und HR‑Management mit messbaren Werten und schaffen Transparenz und Glaubwürdigkeit gegenüber internen Stakeholdern.

Für Sie bedeutet das:
Sie erhalten nicht nur Zahlen – sondern ein klares Bild, wo Ihr Unternehmen steht und wie Sie Ihre Kultur nachhaltig weiterentwickeln können.

Sie haben Interesse, sich in Sachen Arbeitsplatzkultur zu benchmarken? Sie wollen sich glaubwürdig als sehr guter Arbeitgeber positionieren und Ihre Kultur zu einem echten Wettbewerbsvorteil machen: Die Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung bietet Ihnen hierfür eine sehr gute Basis und ist mit unserer technischen Lösung EmprisingTM einfach umzusetzen.

Machen Sie Ihre Mitarbeiterbefragung jetzt messbar und aussagekräftig. Mit der Great Place To Work® Mitarbeiterbefragung und unserer Lösung Emprising™ ist die Umsetzung schnell und einfach. Zur Umsetzung & Infos.

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Erfahren Sie mehr über die Great Place To Work® Benchmark-Systematik und wie sie Ihnen hilft, Mitarbeiterbefragungen aussagekräftig zu machen. Jetzt mehr lesen.

FAQ – zum Thema

Was leisten Benchmarks bei Mitarbeiterbefragungen?

Externe Vergleichswerte oder Benchmarks sind unabdingbar, um Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung richtig zu interpretieren. Bestimmte Themen, die üblicherweise in einer Mitarbeiterbefragung angesprochen werden, wie GehaltKarrierechancen oder Work‑Life‑Balance werden erfahrungsgemäß kritischer bewertet als andere Themen wie etwa Teamgeist oder Zusammenarbeit. Nur externe Benchmarks ermöglichen dem entsprechend eine angemessene Einordnung.

Was ist bei der Auswahl externer Benchmark zu beachten?

Externe Benchmarks sollten die Hauptbranche und die Anzahl der Mitarbeitenden des Unternehmens, das sich extern vergleichen möchte, abbilden. Externe Benchmarks sollten auf einer Gruppe von mindestens 50 Unternehmen beruhen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Benchmarks nicht nur einen Durchschnittswert ermitteln. Vielmehr sollte auch ein Vergleich mit exzellenten und kritischen Einstufungen möglich sein.

Inwieweit ist ein individueller Benchmark hilfreich?

Individuelle Benchmarks, etwa die Anforderungen, nur Unternehmen der gleichen Branchen, in der gleichen Region mit ungefähr der gleichen Anzahl von Mitarbeitenden zu berücksichtigen, bieten in der Regel keinen Erkenntnisfortschritt gegenüber Benchmarks, die „lediglich“ die Hauptbranche und Größenklasse beinhalten. Das Problem bei individuellen Benchmarks liegt darin, dass sie aus praktischen Gründen oft nur auf wenigen Unternehmen beruhen und somit ein Risiko der Verzerrung beinhalten.

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