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Es geschieht schleichend und überall um uns herum: Der Gender Shift löst mehr und mehr stereotypische und traditionelle Geschlechterbilder auf – und damit auch das Verständnis von Arbeit, Führung und Verantwortungsübernahme. Mitten in diesem Wandel gewinnt ein Trend besondere Schärfe: Der Female Shift. Dieser thematisiert den Aufstieg von Frauen in Machtpositionen und stellt zunehmend in Frage: Wer trifft heutzutage Entscheidungen? Wer bestimmt die Spielregeln? Und warum wird Gender Diversity – und damit Vielfalt insgesamt – plötzlich zur Machtfrage?
Female Shift verändert den Blick auf und das Verständnis von Politik, Gesellschaft und Organisationen. Dieser Beitrag zeigt, weshalb Unternehmen jetzt umdenken müssen und warum Frauen in Führung dabei eine zentrale Rolle spielen.
Wie moderne Führung wirklich aussieht?
Jetzt Beitrag Female Leadership neu gedacht entdeckenWer einen Blick auf die Megatrend-Map des Zukunftsinstitutes wirft, kommt um einen Begriff nicht herum: Der Gender Shift, also das Aufbrechen von stereotypischen Geschlechterrollen in der Gesellschaft. Kurzgesagt: Die Männer fordern mehr Zeit mit ihrer Familie und Frauen ihren Platz am Entscheidertisch ein.
Der Female Shift, eng verbunden mit dem übergeordneten Gender Shift, wird hier noch konkreter: Er beschreibt den zunehmenden Einfluss von Frauen in Führung auf politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen. Frauen steigen zunehmend in Führungspositionen auf, in denen weitreichende Entscheidungen nötig sind. Es geht hier also nicht mehr nur um Gleichberechtigung, sondern um echte Machtverschiebung.
Doch woran lässt sich dieser Wandel konkret festmachen?
Eines der prominentesten Beispiele für diesen Trend ist in Deutschland sicherlich Angela Merkel. 16 Jahre lang Bundeskanzlerin, prägte sie mit ihrem sachlichen und konsensorientierten Führungsstil maßgeblich die großen Krisen ihrer Amtszeit.
Ein weiteres, internationales Beispiel ist Theresa May, die nach dem Brexit Premierministerin in UK wurde. Ursula von der Leyen übernahm 2024 die EU-Kommission, und Evelyn Palla wurde 2025 neue Vorständin der Deutschen Bahn.
Dabei wird ein Muster erkennbar: Frauen (ebenso wie andere unterrepräsentierte Gruppen) werden oft dann in hohe Führungspositionen berufen, wenn Staaten oder Organisationen sich in einer Krise befinden. Das ist kein Zufall, sondern zeigt deutlich, dass weibliche Führung zunehmend als Stärke angesehen wird.
Einen nachhaltigen Effekt kann das aber nur haben, wenn Führungspositionen nicht mehr nur in Ausnahmesituationen mit Frauen besetzt werden (der sogenannte „Glass Cliff“ Effekt, also „Gläserne Klippe“), sondern zur Norm werden.
Seit 2025 zeichnet Great Place To Work® die Besten Arbeitgeber für Frauen aus: So machen wir Unternehmen sichtbar, die Frauenförderung in Unternehmen konsequent umsetzen, Gender Diversity als strategischen Erfolgsfaktor verstehen und so den Female Shift stärken.
Diese Unternehmen wissen: Diversität in Unternehmen wirkt sich direkt auf Innovationskraft, Entscheidungsqualität und Performance aus. Entsprechend setzen sie auf konkrete, strukturelle Maßnahmen:
Was wir bei Great Place To Work® konkret sehen:
Unternehmen, die Gender Diversity strategisch verankern, unterscheiden sich nicht nur in einzelnen Maßnahmen. Sie entwickeln eine einzigartige und schlagkräftige Führungskultur.
Die von uns ausgezeichneten Unternehmen schaffen Transparenz bei Karrierewegen, messen Fortschritte konsequent und machen Vielfalt zu einem festen Bestandteil von Leadership.
Unsere Daten zeigen klar: Unternehmen, die wir als „Beste Arbeitgeber für Frauen“ auszeichnen, erreichen nicht nur eine deutlich höhere Zufriedenheit – sie besetzen bereits rund 50 % ihrer Führungspositionen mit Frauen. Damit liegen sie weit über dem bundesweiten Durchschnitt – und zeigen, dass der Female Shift kein Zukunftsthema ist, sondern bereits Realität in erfolgreichen Organisationen.
Der Female Shift passiert – die Frage ist: Gehört Ihr Unternehmen zu den Vorreitern?
Der Female Shift wird zunehmend zu einem festen Bestandteil von Unternehmensstrategien und jeglichem Wandel. In Zukunft wird Vielfalt – insbesondere Gender Diversity – nicht nur als Reaktion auf Herausforderungen, sondern als strategischer Normalzustand verstanden werden.
Eine McKinsey-Studie aus 2024 übersetzt das deutlich in Zahlen: Ein hoher Frauenanteil im Management erhöht die Chance auf überdurchschnittlichen Unternehmenserfolg um 39 % – andersherum erhöhen homogene Führungsteams das Risiko von wirtschaftlicher Unterperformance deutlich (-66 %).
In der Praxis sehen wir jedoch auch: Viele Organisationen bleiben hinter ihren eigenen Zielen zurück.
Häufige Gründe sind:
Der Female Shift gelingt nur dort, wo Unternehmen bereit sind, ihre Strukturen grundlegend zu hinterfragen.
Der Female Shift kommt nicht mit einem lauten Knall, sondern schleicht sich langsam ein. Unser Verständnis von (und unsere Erwartung an) Führen und Entscheiden verändern sich stetig, Macht und Einfluss werden neu verteilt. Für Unternehmen ergibt sich damit die Möglichkeit, die eigenen Strukturen zu hinterfragen, Perspektiven zu erweitern und Entscheidungsprozesse zukunftsfähiger zu gestalten.
Frauen in Führung, mehr Gender Diversity und strukturelle Frauenförderung in Unternehmen eröffnen neue Chancen. Diese Chance sollten jetzt ergriffen werden. Denn Unternehmen, die den Female Shift ignorieren, werden es zunehmend schwerer haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Great Place To Work® unterstützt Unternehmen dabei, genau diese Hebel sichtbar zu machen. Mit datenbasierten Analysen, Benchmarks und konkreten Handlungsempfehlungen machen wir den Female Shift wirksam.
Werden Sie Teil des Wandels!
Nehmen Sie am Wettbewerb Beste Arbeitgeber für Frauen 2027 teilDer Megatrend Female Shift beschreibt den zunehmenden Aufstieg von Frauen in Entscheidungs‑ und Machtpositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er ist Teil des übergeordneten Gender Shift, der traditionelle Geschlechterrollen zunehmend aufbricht. Im Fokus steht nicht nur Gleichberechtigung, sondern eine reale Verschiebung von Macht, Verantwortung und Einfluss. Zusammen mit Great Place To Work® stellen sich jährlich über 1.000 Unternehmen dieser Herausforderung und treiben mit ernsthaften Employee Experience ihren Kulturwandel erfolgreich voran.
Frauenförderung in Unternehmen ist ein zentraler Hebel für wirtschaftlichen Erfolg und Zukunftsfähigkeit. Das beweisen auch die von Great Place To Work® „Besten Arbeitgeber für Frauen“. Studien zeigen, dass Unternehmen mit hoher Gender Diversity in Führungspositionen häufiger überdurchschnittlich erfolgreich sind. Gezielte Frauenförderung hilft, Talente zu sichern, Fachkräftemangel zu begegnen, Innovationskraft zu steigern und Entscheidungsqualität zu verbessern. Gleichzeitig stärkt sie Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur.
Maßnahmen zur Frauenförderung umfassen unter anderem faire Recruiting‑ und Beförderungsprozesse, Mentoring‑Programme, gezielte Entwicklungsangebote für Frauen in Führung sowie flexible Arbeits‑ und Führungsmodelle. Ergänzt werden sie durch transparente Vergütungssysteme und klare Ziele für Gender Diversity, um gleiche Karrierechancen nachhaltig zu sichern. Entscheidend ist, dass Frauenförderung strategisch verankert wird und nicht als Einzelmaßnahme oder kurzfristiges Projekt verstanden wird. Im Great Place To Work® Studienreport geben die „Besten Arbeitgeber für Frauen 2026“ konkrete Praxisbeispiele.
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